Spanien: männliche Lehrer ziehen Röcke an

Ein Schullehrer im Rock überrascht in Spanien niemanden mehr. Und am allerwenigsten – seine Schüler. Im Land läuft eine massive Kampagne zur Bekämpfung von Geschlechterstereotypen. Initiiert wurde es von dem Mathematiklehrer Jose Pignas.

Laut Daily Mail hat die Lehrerin im vergangenen Herbst die Floorless Clothes-Bewegung ins Leben gerufen. Dies geschah als Reaktion auf den unfairen Ausschluss seines Schülers Mikel Gomez von der Schule und die Überweisung eines 15-jährigen Teenagers an einen Psychologen, weil er in der Schule in Frauenkleidung auftrat.

Der Lehrer, der mit dieser Entscheidung nicht einverstanden war, veröffentlichte ein Foto in sozialen Netzwerken, auf dem er in einem weißen Rock und einem schwarzen Pullover vor dem Hintergrund einer Tafel posiert. Die Bildunterschrift unter dem Foto lautete:

„Vor 20 Jahren wurde ich an dem Institut, an dem ich jetzt arbeite, wegen meiner sexuellen Orientierung gemobbt und beleidigt. Viele Lehrer ignorieren dieses Problem. Ich möchte mich dem Fall von Mikels Schüler anschließen, der ausgewiesen und zu einem Psychologen geschickt wurde, weil er in einem Rock zum Unterricht kam.

Der ausgeschlossene Gomez wurde ein aktiver TikTok-Benutzer. Er sprach über das, was mit ihm passiert war und erhielt viel Unterstützung. Jugendliche posierten für Fotos und in Werbespots, trugen Frauenkleider und veröffentlichten sie solidarisch mit Gomez.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich letzten Monat an einer anderen spanischen Schule – ein Schüler wurde brutal über ein T-Shirt mit einer Anime-Charaktergrafik gemobbt. Zwei Lehrer beschlossen, ihn zu unterstützen – fortan kommen der 36-jährige Borja Velakes und der 37-jährige Manuel Ortega in Röcken zur Arbeit. Letzterer schrieb im sozialen Netzwerk unter den veröffentlichten Fotos:

„Eine Schule, die mit Respekt, Vielfalt, Koedukation und Toleranz erzogen wird. Kleide dich wie du willst! Wir schließen uns der Kampagne #clotheshavenogender an.“

Die Lehrer stellten die positiven Auswirkungen einer Änderung ihres Images auf das Verhalten der Schüler fest. Sie sind überzeugt, dass in Schulen eine Verurteilung wegen des Aussehens inakzeptabel ist und es für die Führung jeder Bildungseinrichtung an der Zeit ist, dieses Problem ernsthaft anzugehen.





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