Kanada: Historischer Temperaturrekord und Dutzende von Hitzetoten

Am dritten Tag leidet Kanada unter einer beispiellosen Hitze. Das Thermometer in Lytton, British Columbia, stieg gestern auf 49,5 °C. Meteorologen machen die „Thermokuppel“ verantwortlich – ein Effekt, der durch den hohen Luftdruck verursacht wird, der Westkanada und den Nordwesten der Vereinigten Staaten bedeckte.

Kanadische Meteorologen zeichnen Temperaturrekorde auf – in Lytton lag die Temperatur gestern um 16 Uhr Ortszeit bei 49,5 °C. Das teilte das Ministerium für Umwelt und Klimawandel mit. Gleichzeitig hält die unerträgliche Hitze den dritten Tag in Folge an und verursacht ernsthafte gesundheitliche Probleme bei den Einwohnern des Landes.

Anwohner und Polizei haben Dutzende von Todesfällen gemeldet, die von der Hitzewelle betroffen waren. In Vancouver zum Beispiel hat die Zahl der Todesfälle 69 erreicht. Dabei handelt es sich hauptsächlich um ältere Menschen mit chronischen Gesundheitsproblemen. Provinzgouverneur John Horgan sagte auf einer Pressekonferenz: „Wir erleben die heißeste Woche in British Columbia.“

Das Umweltministerium fordert die Bürger auf, vorsichtig zu sein und warnt, dass „eine anhaltende und gefährliche historische Hitzewelle diese Woche andauern wird“. Experten empfehlen, nicht unnötig nach draußen zu gehen, den kühlsten Ort zu Hause zu wählen und den Körper mit kalten Kompressen zu kühlen.

Die Situation im Nordwesten der Vereinigten Staaten ist nicht besser. Portland (Oregon) und Seattle (Washington) haben seit 1940 Höchststände verzeichnet. In vielen Geschäften wurden Klimaanlagen und Ventilatoren einfach aus den Regalen „weggefegt“. Auf der Suche nach einem kühlen Plätzchen ziehen die Leute in Tiefgaragen.

Der „Heatdome“-Effekt, mit dem Experten die aktuelle Wetteranomalie assoziieren, ist ein ungewöhnliches und meist äußerst seltenes Phänomen. Experten zufolge „im Durchschnitt nur alle paar tausend Jahre“. Der Klimawandel habe jedoch „solche ungewöhnlichen Ereignisse wahrscheinlicher gemacht“.





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