Serbien: Ein solches Beispiel könnte ansteckend werden

Die serbischen Behörden warnen davor, dass ungeimpfte Bürger im Falle einer Coronavirus-Erkrankung für den Krankenhausaufenthalt bezahlen müssen. Dieser Schritt schließt den serbischen Gesundheitsminister Zlatibor Loncar nicht aus.

Sowohl die Peitsche als auch die Karotte – so versuchen Regierungen verschiedener Länder zu handeln, um die Impfung der Bevölkerung zu beschleunigen. Der serbische Gesundheitsminister fordert die Bürger zwar auf, sich impfen zu lassen, warnt jedoch laut APE immer noch davor, dass eine stationäre Behandlung für ungeimpfte Menschen zu teuer sein kann:

„Das ist logisch, und jetzt wird der Vorschlag von Epidemiologen geprüft, dass alle ungeimpften Patienten die Behandlungskosten tragen. Es gibt Menschen, die weder an das Coronavirus noch an den Impfstoff glauben, aber wissen, dass im Krankheitsfall der Staat für alles bezahlt. Sie wollen nicht wissen, dass sie, wenn sie geimpft wären, wahrscheinlich nicht im Krankenhaus wären. Sie halten sich also nicht an die Maßnahmen, sind nicht geimpft, gehen ins Krankenhaus und erwarten, dass der Staat all ihre Ausgaben übernimmt.“

Zlatibor Loncar forderte seine Mitbürger auf einer Pressekonferenz auf, sich so schnell wie möglich impfen zu lassen. Er betonte, dass Serbien in naher Zukunft mit ernsthaften Problemen konfrontiert sein wird, wenn die Zahl der geimpften Menschen nicht 80 % der Bevölkerung erreicht. Im Moment seien seiner Meinung nach 8 Menschen mit der Delta-Mutation identifiziert worden, aber Experten zufolge gibt es tatsächlich schon viel mehr davon. Wenn die Krankheit mild ist, suchen die Infizierten möglicherweise keine medizinische Hilfe auf, sondern infizieren andere.

Auf der Pressekonferenz des Präsidenten der Republik, Alexander Vucity, wurde auch die Frage der Bezahlung der stationären Behandlung von Ungeimpften angesprochen. Zwar stellte der Staatschef fest, dass er persönlich mit den Vorschlägen der Experten nicht einverstanden sei, da dies nach Ansicht des Präsidenten gegen den Grundsatz der Gleichheit der Bürger verstoße. Er betonte jedoch, dass zum jetzigen Zeitpunkt alle möglichen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, die Zahl der Impfungen zu erhöhen:

„Wir beobachten das Vorgehen des österreichischen Ministerpräsidenten Sebastian Kurz und des französischen Präsidenten Emanuel Macron. Wir werden prüfen, was wir tun können, um die Gesundheit aller Bürger zu gewährleisten, ohne die Verfassung zu verletzen oder die Rechte derjenigen zu verletzen, die widerspenstig und verantwortungslos sind. Ich fordere Experten auf, einen Vorschlag für eine dritte Dosis und die Möglichkeit einer Kombination von Impfstoffen vorzulegen. Wir haben derzeit einen Vorrat von 1,3 Millionen Dosen und können sofort mit der dritten Phase beginnen.“

Jetzt wird in Serbien fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung mit beiden Dosen geimpft. Doch in letzter Zeit, wie in vielen anderen Ländern, hat das Interesse der Bürger an Impfungen deutlich abgenommen. Besonders enttäuschend ist die Situation für junge Menschen, nur 17 % von ihnen im Alter von 18 bis 30 Jahren erhielten mindestens eine Impfung. Die Regierungen müssen also zwischen Karotte und Karotte abwägen. Und es ist keineswegs eine Tatsache, dass die griechische Regierung kein Interesse an den Plänen der serbischen Behörden haben wird, eine kostenpflichtige Behandlung des Coronavirus für Ungeimpfte einzuführen. Pah-pah, um es nicht zu verhexen …





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