USA: Amerikanische Diplomaten in Österreich brechen in Überschlag aus

Der Begriff „Havanna-Syndrom“ ist wieder relevant geworden. Allein in der Zeit nach der Machtübernahme von Joe Biden, seit Januar dieses Jahres, wurden in Wien 20 Fälle unverständlicher Beschwerden bei amerikanischen Diplomaten und Geheimdienstlern registriert.

Mindestens zwanzig Mitarbeiter der amerikanischen Botschaft in der österreichischen Hauptstadt klagten über Schwindel, Hörprobleme und starke Kopfschmerzen. Die US-Behörden ermitteln, aber die Ursache sei noch nicht geklärt, schreibt das Magazin New Yorker.

Der Spiegel berichtete gestern, dass die Manifestationen des sogenannten „Havanna-Syndroms“ erst kurz nach dem Sieg von Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl bei den Mitarbeitern der US-Diplomatenvertretung in Wien entdeckt wurden und die letzten Beschwerden vorgestern eingegangen sind , 16. Juli. Mehrere Fälle von unverständlichen Symptomen führten dazu, dass Experten des US-Gesundheitsministeriums und CIA-Beamte in die Ermittlungen einbezogen wurden.

Das Havanna-Syndrom wurde erstmals 2016 und 2017 in Kuba entdeckt, als 19 Mitarbeiter der amerikanischen Botschaft in Havanna verletzt wurden. Es manifestierte sich mit zahlreichen Symptomen – kognitiven Beeinträchtigungen, starken Kopfschmerzen, Gleichgewichtsverlust und einer starken Abnahme des Hörvermögens. Nach der Untersuchung lautete die Diagnose: leichte Verletzungen und Hirnödem. Die anfängliche Annahme von akustischen Attacken ist nicht ausreichend begründet.

Gleichzeitig mit der Entdeckung einer mysteriösen Krankheit in Kuba wurden der kanadischen Botschaft Opfer gemeldet. Dann, im Jahr 2017, klagten amerikanische Diplomaten in Guangzhou, China, über ähnliche Bedenken. Die Geographie des Standortes der diplomatischen Institutionen der USA, deren Mitarbeiter unter dem Havanna-Syndrom litten, wurde allmählich erweitert – Polen, Russland, Australien, Taiwan, der Nahe Osten und mehrere europäische Länder. Die Gesamtzahl der Opfer beträgt 130 Menschen, darunter Diplomaten, ihre Familienangehörigen, Militärangehörige und CIA-Offiziere.

In den letzten 5 Jahren wurden die Gründe für die unverständlichen Manifestationen nicht festgestellt, obwohl unterschiedliche Hypothesen aufgestellt wurden. Zum Beispiel schlug die New York Times 2018 Mikrowellenstrahlung unter Beteiligung der Sonderdienste der Russischen Föderation vor. Ein Jahr später, 2019, wurden Neurotoxine in Anti-Mücken-Pestiziden als Grund genannt – diese Version wurde vom British Centre for Brain Recovery und der Canadian Health Administration für Nova Scotia vorgeschlagen. Und im Jahr 2020 wurde von gerichteter Hochfrequenzstrahlung ausgegangen, wie NASEM – die US National Academy of Sciences, Engineering and Medicine – glaubte. Unter anderen Hypothesen ist eine massive psychogene Erkrankung.

Nach Angaben der Zeitung Die Presse leitet die US-Botschaft Anfragen zum Havanna-Syndrom in Wien, das nach Havanna zum zweiten Schwerpunkt der mysteriösen Krankheit geworden ist, nach Washington um. Das US-Außenministerium berichtet:

Wir nehmen Krankheitsmeldungen unserer Mitarbeiter sehr ernst. Der Grund ist uns derzeit nicht bekannt, es gibt keine Hinweise darauf, ob ausländische Akteure an den Vorfällen beteiligt waren. Eine aktive Untersuchung ist im Gange.

Die US-Botschaft in der Bolzmanngasse, dem neunten Wiener Gemeindebezirk, sei gut bewacht, es gebe Sicherheitsschleusen und hohe Gitterroste, Metalldetektoren und Betonblöcke. Dennoch gibt es ein Problem, das so schnell wie möglich gelöst werden muss.





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