Delta greift Organe und Gewebe an – Merkmale einer aggressiven Sorte

Die Infektionswissenschaftlerin und Verdiente Ärztin der Ukraine Olga Golubovskaya spricht über die Merkmale und Gefahren der Delta-Variante des Coronavirus.

Der Delta-Stamm weist im Vergleich zum ursprünglichen Virus 15 verschiedene Mutationen auf. Nur zwei von ihnen helfen dem Virus, Antikörper zu vermeiden, aber das ist viel. Laut Golubovskaya ist die P681R-Mutation für die „Adhäsion“ des Virus an menschlichen Zellen verantwortlich und verursacht die Bildung von Syncytium – Geweben mit unvollständiger Zellabgrenzung. Gleichzeitig sind die von Delta erzeugten Syncytien viel umfangreicher als natürliche und verursachen „buchstäblich einen explosionsartigen Anstieg der Viruslast“, was zu einer höheren Ansteckung (Infektiosität) führt. Der Spezialist für Infektionskrankheiten erklärt:

Deltas Fähigkeit, Syncytien zu bilden, hilft ihm, dem Immunsystem zu entkommen und macht das Virus für den Körper gefährlicher. Bei der Vermehrung schädigen Viren den Zellapparat und erzeugen Kopien ihrer selbst, die nach dem Zelltod in den Interzellularraum gelangen und nur dort von neutralisierenden Antikörpern angegriffen werden.

Nachdem die Zellen zu Syncytium verschmolzen sind, entzieht sich das darin enthaltene Virus des Delta-Stammes der Wirkung der nach der Impfung produzierten Antikörper und entkommt ihnen teilweise. Dieser Effekt ist bei älteren Menschen am ausgeprägtesten.

Laut einer Studie britischer Wissenschaftler beträgt der Infektionsschutz nach der Impfung mit der ersten Dosis etwa 30 % und die Verhinderung eines Krankenhausaufenthalts 75 %. Nach der zweiten Impfung ändern sich diese Indikatoren um 80 % bzw. 94 %.

Die Delta-Variante verursacht besonders große Schäden an Geweben und Organen, insbesondere der Lunge, daher fordert Golubovskaya dringend auf, die Bedrohung durch eine gefährliche Belastung nicht zu ignorieren und sich impfen zu lassen, um eine Immunität „aufzubauen“. Aber auch nach einer vollständigen Impfung ist es ratsam, überfüllte Orte zu meiden und unbedingt Masken zu tragen – noch ein bis zwei Wochen nach der Impfung bleibt man anfällig. Und doch, egal wie banal es klingt, es ist wünschenswert, Ihre Gesundheit zu verbessern, sich an die richtige Ernährung und guten Schlaf zu erinnern.





Source link

Hochwertige journalistische Arbeit kann nicht kostenlos sein, da sie sonst von den Behörden oder den Oligarchen abhängig wird.
Unsere Website wird ausschließlich durch Werbegeld finanziert.
Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker, um die Nachrichten weiterzulesen.
Mit freundlichen Grüßen, Redakteure