Deutschland: 100-jähriger Nazi-Verbrecher vor Gericht

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird ein 100-jähriger mutmaßlicher ehemaliger Wachmann, der in einem Konzentrationslager der Nazis diente, in Deutschland wegen Mittäterschaft an der Ermordung von 3.518 Häftlingen vor Gericht gestellt.

Ein ehemaliger Wachmann wird beschuldigt, während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1942 und 1945 Häftlinge im Lager Sachsenhausen bei Berlin getötet zu haben. Er wird der Mittäterschaft bei Hinrichtungen unter Verwendung von tödlichem Gas angeklagt.

Der Prozess wird im Oktober dieses Jahres stattfinden. Die Staatsanwaltschaft hat dokumentiert, dass der Täter ärztlich untersucht wurde. Trotz seines fortgeschrittenen Alters sei es den Ärzten möglich gewesen, täglich 2,5 Stunden an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen, berichtete die Zeitung „Welt am Sonntag“ am Sonntag. Die Zeitung zitierte auch den Anwalt Thomas Walter, der sagte, unter den Beschwerdeführern seien viele ältere Menschen, sie seien „im gleichen Alter wie die Angeklagten und erwarten, dass Gerechtigkeit herrscht“.

Höchstwahrscheinlich wird der Prozess gegen den hundertjährigen Nazi einer der letzten in Bezug auf die Verbrechen der NS-Zeit sein. Die überlebenden Kriminellen sind zu alt, und nur wenige werden den Prozess erleben und die ihnen zustehende Strafe erhalten, heißt es in deutschen Medien.





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