Facebook im Kampf gegen Impffälschungen

Mehr als 300 Konten aus Russland wurden von Facebook gelöscht, weil sie Fälschungen über westliche Impfstoffe verbreitet hatten. Anti-Impfstoff-Inhalte enthielten manchmal nur „fabelhafte“ Informationen, beispielsweise darüber, wie man sich nach einer Impfung in einen Affen verwandelt.

Wie angegeben, wurden 65 Facebook-Konten und 243 Instagram-Konten gelöscht. Das gut organisierte Netzwerk nutzte verschiedene Plattformen, und die Informationen richteten sich vor allem an Nutzer in Lateinamerika, Indien und teilweise auch in den USA. Im Bericht des Unternehmens heißt es:

„Unsere Untersuchung hat eine Verbindung zu dieser Kampagne mit Fazze aufgedeckt, einer Tochtergesellschaft einer britischen Marketingfirma, die hauptsächlich von Russland aus operiert. Fazze ist derzeit auf unserer Plattform gesperrt.“

Das Dokument argumentiert auch, dass die Anti-Impf-Befürwortungskampagne aus zwei Phasen bestand. Die erste Welle begann im November-Dezember letzten Jahres. In den Kommentaren und Memes dieser Zeit herrschte eine „Horrorgeschichte“ über die Verwandlung derjenigen, die das Medikament AstraZeneca erhielten, in Schimpansen.

Fünf Monate später, im Mai dieses Jahres, wurde die Wirksamkeit von Pfizer in Frage gestellt. Gleichzeitig verwiesen die Kontoinhaber und Kommentatoren einstimmig auf das Durchsickern von aufschlussreichen Dokumenten des Unternehmens AstraZeneca. Der Bericht hebt hervor:

„Bemerkenswerterweise fielen beide Phasen der Kampagne mit den Zeiten zusammen, in denen einige Regierungen, darunter in Lateinamerika, Indien und den Vereinigten Staaten, über die Möglichkeit einer Notfallgenehmigung für diese Impfstoffe diskutierten.“

Die aktive Kampagne bestand darin, viele Petitionen und Artikel auf verschiedenen Plattformen zu verteilen, darunter Change.org, Medium, Reddit. Dafür wurden auch Fake-Accounts auf Instagram und Facebook verwendet. Die Quintessenz war, die Attraktivität von Influencern mit einem großen Publikum auf TikTok, YouTube und Instagram zu maximieren, um Inhalte mit Hashtags zu veröffentlichen, ohne die Quelle preiszugeben.

Petitionen und Posts waren jedoch nicht sehr gefragt, sie konnten sich nicht mit zahlreichen Likes rühmen. In Indien zum Beispiel erhielt eine ähnliche Petition nur 900 Unterschriften in Hindi und 550 in Englisch.

Die Zusammenarbeit mit Bloggern und bezahlten Posts half dabei, das gefälschte Netzwerk aufzudecken. Es wurde enthüllt, nachdem mehrere Influencer sie öffentlich entlarvt und auf Facebook hinzugefügt hatten.





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