Migranten „gekriegt“ – Polen verhängt Ausnahmezustand

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat an der Grenze zu Weißrussland den Ausnahmezustand verhängt. Grund sei die Situation mit Migranten und nicht nur, so der Pressesprecher des Staatschefs Blazhei Spikhalsky.

Zuvor hatte das Ministerkabinett den Präsidenten um eine Sonderregelung gebeten. Nach der offiziellen Verkündung tritt das vom Präsidenten unterzeichnete Dokument in Kraft. Es ist auf 30 Tage ausgelegt, danach kann der Ausnahmezustand verlängert werden. Das Parlament des Landes hat die Macht, sie abzuschaffen.

Spikhalsky wies darauf hin, dass der Grund für die Einführung des Sonderregimes nicht nur die Probleme mit Flüchtlingen sind, sondern auch die belarussisch-russischen Übungen „West-2021“, die für den 10.-16. September geplant sind.

Erstmals seit 1990 wird in Polen der Ausnahmezustand eingeführt. Betroffen sind 115 Grenzsiedlungen in Podlachien und 68 in der Woiwodschaft Lubelskie. Anwohner werden keine Unannehmlichkeiten verspüren, für sie sind die Einschränkungen minimal – Demonstrationen, Exkursionen und andere öffentliche Veranstaltungen werden verboten.

Allein im letzten Monat haben polnische Grenzschutzbeamte nach neuesten Daten mehr als 3.000 illegale Einreiseversuche registriert. Für das gesamte Jahr 2020 waren es nur 120 davon.





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