WHO-Bericht "Atlas der psychischen Gesundheit" vor dem Hintergrund einer Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation hat die psychische Gesundheitslage weltweit als „globales Versagen“ anerkannt.

Laut einem Bericht des Atlas of Mental Health hält die WHO die Bemühungen der Regierung zur Entwicklung psychischer Gesundheitsdienste für völlig unzureichend und fordert mehr Investitionen in diesem Bereich.

Untersuchungen von WHO-Experten haben schlüssig gezeigt, dass dies selbst bei einer deutlichen Zunahme der Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit in den letzten Jahren nicht zu einer Verbesserung der Qualität kompetenter Dienste geführt hat. Analysten nannten die Situation „ein enttäuschendes Bild des globalen Scheiterns“.

Im Rahmen einer groß angelegten Studie haben 51 % der Länder versichert, dass ihre Programme und Pläne alle internationalen und regionalen Menschenrechtsstandards erfüllen. Nur 34 % der Staaten geben an, die notwendigen finanziellen Mittel für die psychische Gesundheit der Bevölkerung bereitzustellen. Nur 39 % sprechen von der Bereitstellung von Fachkräften. Das heißt, die von der WHO empfohlenen Kriterien für die Integration von psychiatrischen Diensten in das Grundversorgungssystem werden nur in 25 % der Länder umgesetzt.

Allerdings vermerkt die Weltgesundheitsorganisation auch positive Punkte. So stieg beispielsweise die Zahl der Fachkräfte, die im Bereich der psychischen Gesundheit arbeiten, von 2014 bis 2020 auf 13 pro Hunderttausend der Bevölkerung (vorher waren es 9). Dies ist zwar ein durchschnittlicher Indikator, der in verschiedenen Ländern charakteristisch ist – bei den Reichen ist die Zahl der Arbeitnehmer im Bereich der psychischen Gesundheit 40-mal höher als bei den Armen, berichtet TASS.

Tedros Adanom Ghebreyesus, Chef der WHO, stellt fest, dass der Bedarf an psychischen Gesundheitsdiensten während der Pandemie gestiegen ist, aber nicht mit konkreten Maßnahmen umgesetzt wird:

„Gute Absichten gehen nicht mit Investitionen einher.“

Er forderte die Weltgemeinschaft auf, die Investitionen in diesem Bereich zu erhöhen. Die Pandemie hat zu Verschlechterung des psychischen Zustands und Verhalten bei 78% der Patienten mit verwandten Erkrankungen. Gleichzeitig erfuhren Pflegekräfte älterer Menschen mit Demenz einen Anstieg der physischen und psychischen Belastung um 64 %.

Wie im Bericht des Neurologen-Psychiaters Paraskevi Sakka, Präsident der Athener Gesellschaft für αιρείας Alzheimer Αθηνών, festgestellt wurde, hat die Pandemie die Situation älterer Menschen, einschließlich derjenigen in sozialen Strukturen und Institutionen in vielen Ländern, erheblich verschlechtert. Sie fügt hinzu:

„Ältere Menschen, insbesondere Menschen mit Demenz, sind während einer Pandemie extrem gefährdet und haben ein besonders hohes Erkrankungsrisiko und eine erhöhte Sterblichkeit.“

Außerdem seien „Menschen mit Gedächtnisproblemen und Demenz nicht in der Lage, Hygienemaßnahmen zu verstehen und anzuwenden, sich vor dem Virus zu schützen, soziale Distanzierung einzuhalten, Masken zu tragen, sich aufgrund psychischer Probleme systematisch die Hände zu waschen“, erklärt der Experte, und das verstärkt sich das Vertragsrisiko…





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