Coronavirus und steigende Preise

Das alarmierendste Ergebnis der sozioökonomischen Studie, deren Daten im Rahmen einer Bürgerbefragung erhoben wurden, ist die Tatsache, dass 69,2 % der Befragten angeben, den Kauf von Grundgütern bereits eingeschränkt zu haben.

Laut Finanzbarometer (Οικονομικό βαρόμετρο GPO) wird derzeit die Pandemie als größtes Problem erfasst, gefolgt von hohen Kosten und Verarmung.

Insbesondere 34 % der Bürger betrachten die Pandemie als das größte Problem, gefolgt von: steigenden Preisen – 31,9 %, Arbeitslosigkeit – 15,3 %, Kriminalität – 11,6 % und schließlich den griechisch-türkischen Beziehungen – 6,1 %. Diese Hierarchie zeigt die Bedeutung, die die Bürgerinnen und Bürger den Themen des täglichen Lebens beimessen, die das politische Umfeld maßgeblich beeinflussen.

Gleichzeitig sind 66,9% der Gesamtbevölkerung der Meinung, dass die Bemühungen der Regierung, die Preiserhöhungen aufrechtzuerhalten, unzureichend sind, und 61,7% – dass Ausgleichsmaßnahmen die Erhöhung der Stromtarife nicht decken können, so das GPO Οικονομικό βαρόμετρο. Aber die alarmierendste Schlussfolgerung der gesamten Umfrage ist die Tatsache, dass 69,2 % der Bürger angeben, dass sie in letzter Zeit bereits den Kauf von lebenswichtigen Gütern eingeschränkt haben und 76,8 % den Stromverbrauch einschränken oder vorsichtiger sind.

Die Wirtschaftskrise sowie Probleme im Gesundheitswesen haben die Bewohner des Landes letztlich stark unter Druck gesetzt. Nur 43,3% der Befragten bewerten das allgemeine Vorgehen der Regierung zur Bekämpfung der Pandemie positiv. Negative Meinungen wurden auch zum Thema Impfungen verzeichnet, wo 47,4% die Politik und das Handeln der Regierung positiv bewerten, verglichen mit 51,7% kritisieren. Darüber hinaus gaben 60,5% der Befragten an, finanziell zu leiden, und 45,3% verzeichneten einen Rückgang ihres Einkommens.

Die Bürger sehen das „Morgen“ eher pessimistisch: 49,6% – etwa die Hälfte – glauben, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation bis Ende des Jahres verschlechtern wird. Dieser Index wurde im Mai letzten Jahres auf 28,6 %, im Juli auf 36,4 % und allein im Monat September 2021 auf 39,4 % festgelegt. Dieser Anstieg des Pessimismus um etwa zehn Prozentpunkte beschreibt am treffendsten die erlebte Angst und Unsicherheit. Auch die Einschätzungen des allgemeinen Wirtschaftsklimas im Land sind negativ: Der Anteil derer, die eine Verbesserung prognostizieren, nimmt ständig ab: von 35 % im Mai auf heute 23,2 %.

Im Ergebnis ist klar, dass die Bürgerinnen und Bürger bereits voll und ganz erkannt haben, dass sie „schwierige Zeiten“ vor sich haben. Steigende Preise, Inflation, ein schwerer Schlag für das Familienbudget und eine hohe Steuerbelastung des Nettoeinkommens. Experten zufolge handelt es sich hierbei um ein vorübergehendes Phänomen, das die Städter, die sich auf den nächsten schwierigen Winter vorbereiten, keineswegs beruhigt.





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