Europäer protestieren gegen Lockdown

Am Wochenende protestierten Europäer gegen die Einführung zusätzlicher Maßnahmen, darunter auch Isolation. In vielen Ländern fanden große Kundgebungen und Massendemonstrationen statt, Gewaltausbrüche wurden nicht vermieden.

In Europa wütet die vierte und mancherorts bereits die fünfte Welle der Coronavirus-Pandemie. Die Zahl der Neuinfektionen wächst überall rasant, und trotz der massiven Impfung ist die Zahl der Todesopfer leicht zurückgegangen.

Die Behörden sagen, dass sich die epidemische Situation in der Alten Welt in naher Zukunft erheblich verschlechtern könnte. Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, warnt beispielsweise davor, dass die europäischen Behörden drastische Maßnahmen, dann wird die Pandemie über den Winter eine weitere halbe Million Europäer das Leben kosten.

Überall verschärfen die Behörden den Kampf gegen das Virus, doch freiheitsliebende Europäer sind mit den Einschränkungen ihrer Rechte und Freiheiten unzufrieden und schimpfen lauter über das autoritäre Vorgehen ihrer Regierungen. Besonders empört sind die Europäer über die weit verbreitete Absage von Weihnachtsfesten und Basaren und die düstere Aussicht, die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage zu Hause zu verbringen.

In Rom beeindruckte die Massendemonstration am Samstag die internationalen Medien, während die New York Times Fernsehaufnahmen aus der italienischen Hauptstadt von beeindruckenden Demonstranten vor dem Kolosseum abspielte.

In den Niederlanden kam es am Samstag und Sonntag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, als die niederländische Polizei Wasserwerfer einsetzte, um Demonstranten zu zerstreuen. Das Zentrum der Proteste war Rotterdam, wo Demonstranten gegen die neuen strengen Beschränkungen aktiv mit der Polizei zusammenstießen. Nach Angaben des Innenministeriums des Königreichs wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag fünfzig besonders aktive Demonstranten festgenommen. Sieben Menschen wurden durch Schusswaffen verletzt, die die Polizei gegen die Demonstranten einsetzte. Es gebe Verletzte bei der Polizei, sagen die Behörden.

Polizeibeamte mussten auch Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten einsetzen, die sie mit Steinen und verbrannten Autos bewarfen. Seit Januar 2021 gab es in den Niederlanden keine so heftigen Proteste gegen Beschränkungen mehr. Infolge eines stürmischen Wochenendes hat die Regierung des Königreichs in drei Provinzen zusätzliche Strafverfolgungsbehörden entsandt, darunter berittene Polizei und Polizei mit Hunden.

In Wien fanden große Demonstrationen statt. Unweit der Kanzlei des österreichischen Bundeskanzlers Alexander Schalenberg und der Residenz des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, am Wiener Heldenplatz und angrenzenden Straßen, versammelten sich in Wien Zehntausende Großstädter und mit dem entschlossenen Vorgehen der Behörden unzufriedene Österreicher aus aller Welt das Land.

?? Nach dem enormen Protest gestern in Wien sind heute in Österreich wieder Tausende und Abertausende Menschen auf der Straße. Das ist Linz. pic.twitter.com/JnSmI16yMk

– Anonymer britischer Staatsbürger (@AnonCitizenUK) 21. November 2021

Insgesamt nahmen nach Angaben der Stadtpolizeidirektion rund 35 Tausend Menschen an den Protesten in Wien teil. Meistens verhielten sie sich ruhig, aber natürlich nicht ohne das obligatorische Bewerfen der Wachen mit Steinen, Fackeln und Flaschen. Die Polizei nahm etwa ein Dutzend der aktivsten Demonstranten fest.

Viele Protestanten skandierten regierungs- und impffeindliche Parolen und trugen Plakate mit den Worten: „1938 fing alles genauso an!“ Einige der Demonstranten hatten sich gelbe Davidsterne mit der Aufschrift „Ungeimpft“ auf ihre Kleidung gemalt. In Österreich ist die Verwendung von Nazi-Symbolen übrigens gesetzlich verboten.

In Italien wird seit Wochen an Wochenenden gegen Beschränkungen protestiert. Am Wochenende fanden besonders große Demonstrationen in Rom und Mailand statt.

Die Protestaktionen, an denen Zehntausende Menschen teilnahmen, fanden am Sonntag und im Zentrum des vereinten Europas – in Brüssel – statt. Wie in den benachbarten Niederlanden fing alles mit friedlichen Demonstrationen an und endete mit Zusammenstößen mit der Polizei.

Bei den Protesten in Brüssel setzte die Polizei Gas ein, die Demonstranten reagierten mit dem Bau von Barrikaden. In mehreren Städten in den Niederlanden brannten Anwohner Straßenbrände und warfen mit Steinen und Feuern auf Polizeibeamte.

????
??????
Zehntausende Menschen sind durch die Brüsseler Innenstadt marschiert, um gegen die verschärften Covid-Beschränkungen zu protestieren.#Belgien #Bruxelles #Brüssel
pic.twitter.com/zx5hCu2Ejl

– Kalifornien ??? (@AltPrag) 21. November 2021

Vor einer Woche mussten Gastronomie- und Lebensmittelgeschäfte in den Niederlanden um acht Uhr abends und Geschäfte mit nicht lebensnotwendigen Waren um sechs Uhr schließen. Die Regierung beabsichtigt, fast eineinhalb Milliarden Euro bereitzustellen, um Unternehmern zu helfen, die von den neuen Maßnahmen betroffen sein werden

Polizeibeamte im benachbarten Kroatien mussten hart arbeiten, um militante Demonstranten in Zagreb zurückzuhalten.





Source link

Hochwertige journalistische Arbeit kann nicht kostenlos sein, da sie sonst von den Behörden oder den Oligarchen abhängig wird.
Unsere Website wird ausschließlich durch Werbegeld finanziert.
Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker, um die Nachrichten weiterzulesen.
Mit freundlichen Grüßen, Redakteure