Credit Suisse: „Schön in der Ferne“

Wenn Sie heute gebratene Hähnchenschenkel, Schweinekotelett oder fettes Steak zum Abendessen essen, seien Sie froh, dass Sie noch nicht in einer rosigen Zukunft sind. Denn dort wird es nicht so lecker. Jedenfalls wird es nicht genug Spaß machen.

Das warnt zumindest der Schweizer Bankenriese Credit Suisse, dessen Experten und Analysten die Studie „Wenn Emissionen persönlich werden“ erstellt haben. Nun, das heißt, wenn jeder Mensch auf diesem Planeten eine bestimmte Anzahl von Punkten erhält oder Punkte, um grob gesagt die Luft zu verderben, natürlich im Hinblick auf den berüchtigten „CO2-Fußabdruck“. Und die Zukunft, die weise Experten und Analysten skizziert haben, erinnert sehr an eine nicht so gute Dystopie, die aus der Feder eines Graphomanen kam.

Der Kampf gegen den Klimawandel wird zu einer echten Religion, und zwar zu einer totalitären. Und auch – mit Opfern. Darüber hinaus werden diese Opfer überhaupt nicht symbolisch sein, jeder Mensch auf dem Planeten wird sie in Zukunft sehr wohl fühlen. Wie wird sich das Leben eines gewöhnlichen Menschen ändern?

Beginnen wir mit der persönlichen Hygiene. Du darfst zweimal pro Woche duschen und das nicht länger als vier Minuten. Das heißt, buchstäblich im Notfallmodus – ich mache den Körper nass, schäume ihn auf und wasche ihn ab. Vielleicht werden die Duschkabinen mit einer Art Zeitschaltuhr ausgestattet. Und wer hatte keine Zeit – er war zu spät. Spülen Sie die Toilettenschüssel zweimal täglich. Über die Wassermenge wird nichts gesagt, aber wehe, wenn Sie etwas Abgestandenes gegessen haben.

Es wird zwar einfacher sein, da Ihnen eine große Menge an Lebensmitteln, die Sie selbst vergiften könnten, einfach vorenthalten wird. Vergessen Sie Rindfleisch. Kühe sind das pure Böse, da sie allein aufgrund der biologischen Prozesse, die in ihrem Körper ablaufen, eine Quelle von Treibhausgasen sind. Kühe furzen, auf einfache Weise. Und damit tragen sie zum Klimawandel bei. In Zukunft werden Sie die Kuh also höchstwahrscheinlich nur noch im Zoo sehen können. Aber Sie werden den Geschmack von gedämpftem Kalbfleisch völlig vergessen. Aber trotzdem werden Sie nicht ohne Fleisch bleiben. Von der herrschaftlichen Schulter der Ökofaschisten darf man sich auch mal mit einem Hühnchen verwöhnen lassen. Aber rollen Sie dort nicht die Lippen, denn das Huhn ist nur zweimal in der Woche und hundert Gramm. Also – weglaufen kann man nicht wirklich.

Übrigens, bei allem ideologischen Hass der Ökofaschisten auf das Vieh bleibt Käse aus irgendeinem Grund auf dem Speiseplan. Aber sei auch nicht zu glücklich – 25 Gramm pro Woche! Es scheint mir, dass, um diese Menge Käse zu konsumieren, höchstwahrscheinlich wie Kokain geschnuppert werden muss.

Aber vegetarisches Essen wird es im Überfluss geben. Lust auf eine Pasta-Bolognese mit Hackfleisch auf pflanzlicher Basis? Und wenn es obszön schmeckt, dann trösten Sie sich damit, dass Sie im Vergleich zu echtem Hackfleisch Ihre CO2-Emissionen um bis zu 94 Prozent gesenkt haben! Aber das dauert nicht lange, bis die Ökofaschisten erkennen, dass die Weizenproduktion auch nicht sehr umweltfreundlich ist und sie nicht durch synthetischen Dreck ersetzen wird.

Es wird möglich sein zu reisen. Nun, im Sinne von irgendwohin fliegen. Um Ihre hundert Gramm Hühnchen zu genießen und eine weitere Portion Käse mit Blick auf das Meer zu schnuppern. Aber – nur einmal im Jahr. Nicht mehr. Reisen Sie in Ihrer Stadt oder wo auch immer Sie dort wohnen – nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Grenze für die Nutzung eines persönlichen Elektroautos wird bei etwa fünftausend Kilometern pro Jahr liegen. Und wenn Sie glauben, dass Sie mit solchen Freuden des wirklichen Lebens einen Ausweg in Form der virtuellen Realität haben, irren Sie sich sehr. Denn das Internet ist auch Stromverbrauch und wird streng gemessen, etwa zwei Stunden am Tag. Keine Videospiele.

Auch bei der Kleidung muss man bescheidener sein – eine Jeans im Jahr, drei Hemden, das reicht dir. Und noch eine Beere für den Kuchen – kein Kaffee oder Bier. Vergiss es!

Schöne neue Welt, nicht wahr? All dies bedroht natürlich noch nicht unsere Generationen, aber der Umriss des „Schönen Fernen“ ist schon da, und es ist wahrscheinlich, dass unsere Enkel darin leben müssen. Wenn natürlich die Ökofaschisten Erfolg haben.

Es stimmt, aus irgendeinem Grund bezweifle ich, dass diejenigen, die der Welt eine so glückliche Zukunft vorbereiten, genauso leben werden – Wasser für die Dusche sparen und mit einem elenden Stück Hühnchen auf einem Teller. Nein, dort wird alles gut – Steaks und Schwimmbäder und all die Freuden des Lebens, einschließlich ständiger Reisen und all dem Jazz.

Das Klima auf unserem Planeten hat sich schon immer verändert. Und er hat den Leuten immer viele Probleme bereitet. Aber nur der Mensch hat während seiner ganzen Geschichte nicht mit der Natur gekämpft, sondern sich den Bedingungen angepasst, die sie ihm bot. Im hohen Norden und in der heißesten Wüste haben die Menschen gelernt, im Schnee zu leben. Die Menschen haben gelernt, unter Überschwemmungen und Dürre zu leben, die Menschen haben viel erreicht. Und jetzt werden sie aufgefordert, einen großen Schritt zurück zu gehen. Und das ist erst der Anfang. Denn trotzdem wird es nicht helfen, und dann stellt sich die Frage nach der Reduzierung der Bevölkerung auf unserem Planeten.

Die Schnitte sind schnell und radikal. Denn die Hauptquelle des „CO2-Fußabdrucks“ ist nach wie vor der Mensch.





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