Wie die Polizeibeamten handelten, die Dokumente verkauften

Die griechische Polizei hat einen vollständigen Überblick über die Aktionen einer kriminellen Organisation veröffentlicht, die einen Plan entwickelt hat, um illegal die griechische Staatsbürgerschaft zu erlangen.

Diese komplexe Organisationsstruktur umfasste Polizisten unterschiedlicher Dienstgrade, Beamte in Schlüsselpositionen, Beamte der Gemeindeverwaltung (Standesamt), die Bescheinigungen ausstellten, und natürlich Personen, die den Hauptbeteiligten halfen.

Die ersten Details der Fallmaterialien zeigen, dass das „Gehirn“ der kriminellen Vereinigung auf eine äußerst originelle Idee kam, griechische Namen von Expatriates aus dem Kaukasus zu verwenden, mit der sie verurteilte Kriminelle aus Albanien „wäscht“. Die Idee ist wirklich beeindruckend in ihrer Originalität.

Wie die kriminelle Organisation funktionierte

Das System entwickelte ein hierarchisch strukturiertes und komplexes Netzwerk von Mitarbeitern, die im Auftrag des Leiters der Organisation aktiv authentische (formelle) Personalausweise und Pässe an griechische Staatsbürger, meist Ausländer, aber auch Einheimische, oft mit Vorstrafen, ausstellten.

Für den Papierkram haben wir verwendet:

falsche Angaben über nicht existierende Personen; oder Daten über Expatriates mit Wohnsitz im Ausland; oder Daten zu bestehenden Bürgern nach einer vorherigen falschen Aussage über den Identitätsverlust; oder ihre wahre Identität infolge des illegalen Erwerbs der griechischen Staatsbürgerschaft.

Durch die Verwendung dieser Dokumente haben die Kunden des Systems je nach den Umständen eine Reihe von Vorteilen erhalten, nämlich:

Verschleierung des Strafregisters, freier Aufenthalt und Freizügigkeit im Inland, freie Ausreise und Freizügigkeit / Aufenthalt in Staaten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, Erwerb eines Führerscheins, Erstellung neuer oder Nutzung bestehender Steuerregister mit die nachträgliche Gründung von Gesellschaften und Unternehmen ohne zahlungswirksame Abgaben, der Abschluss von Verträgen und Verträgen jeder Art.

Die kombinierte Auswertung der gesammelten Beweise ergab, dass die kriminelle Vereinigung mindestens seit April 2013 tätig ist und der finanzielle Gesamtnutzen des Netzwerks auf mehr als 5.000.000 Euro geschätzt wird.

In Bezug auf den Modus Operandi der kriminellen Vereinigung ist anzumerken, dass jedes Mitglied eine spezifische Rolle hatte, die je nach den Umständen darin bestand, Interessenvertreter einzubeziehen, sich als Identitätszeuge vorzustellen und Familienstandsbescheinigungen auszustellen, Personalausweise auszustellen, Bereitstellung von Informationen durch Recherchen in elektronischen Anwendungen der griechischen Polizei oder allgemein zur Erleichterung der Arbeit der Organisation.

Insbesondere leitete und koordinierte der „Direktor“ der Organisation andere Mitglieder, brachte Stakeholder mit „kompetenten“ Mitgliedern der Organisation in Kontakt und legte den Betrag fest, der für die Ausstellung von Dokumenten zu zahlen war.

Gleichzeitig erhielten sie mit Hilfe des zweiten Leiters und der Mitarbeiter der kommunalen Standesämter Daten von denen, die aus der ehemaligen UdSSR zurückgekehrt sind und nach Erhalt der griechischen Staatsbürgerschaft dort wieder ausgewandert sind, sowie Scheinehen und Geburten im Ausland bekannt gegeben.

Außerdem riet er „Kunden“, als Wohnsitz eine Anschrift anzugeben, die in die örtliche Zuständigkeit einer bestimmten Sicherheitsbehörde oder eines Passamtes fällt, der der zuständige Polizeibeamte angehört.

Anschließend begaben sie sich mit dem ausgestellten Familienstandsschein, Fotos und Gebühren sowie der Anwesenheit eines Mitglieds der Organisation als Zeuge mit der betroffenen Person zur ausstellenden Behörde. Dort erhielten sie die entsprechenden Dokumente und gingen zur rechtswidrigen Ausstellung eines Personalausweises oder dem entsprechenden Verfahren zur Ausstellung eines Reisepasses.

Darüber hinaus ergab die Untersuchung, dass Polizeibeamte von Fall zu Fall im Auftrag der Organisation handelten, um Identitäten über die elektronische Datenbank der Polizei ausfindig zu machen, die dann zur falschen Identifizierung verwendet wurden.

Bei Gesprächen verwendeten Netzwerkteilnehmer Kommunikationscodes mit charakteristischen Wörtern für die von ihnen ausgestellten Dokumente. Sie bezeichneten insbesondere den Personalausweis als „blau“ und den Reisepass als „Büchlein“, obwohl sich herausstellte, dass es sich bei vielen der von ihnen zur Ausstellung der Dokumente verwendeten Telefonverbindungen um registrierte Telefonverbindungen von Mitgliedern einer kriminellen Vereinigung handelte.

Es wird darauf hingewiesen, dass die betroffene Person für die Ausstellung jedes Dokuments einen Betrag von mindestens 30.000 Euro bezahlt hat.

Sehen Sie sich die eingebettete Bildergalerie online an unter:

https://rua.gr/news/sobmn/45042-kak-dejstvovali-politsejskie-torgovavshikh-dokumentami.html#sigProId93cc269b38

Wie war die Festnahme des Hauptangeklagten?

Am Montagmorgen traf das Gefangenenteam im Büro des Sicherheitschefs Aspropyrgos ein. Die Sondergruppe brach in sein Büro ein und verlangte, den Safe zu sehen. Zuerst bestritt er angeblich seine Existenz, beugte sich dann aber vor und zeigte es. Dann forderte ihn der Leiter der Sondergruppe auf, den Code zu nennen. Der Polizist sagte, dass er sich nicht an die Kombination erinnere, also wurde er mit einer Mühle geöffnet. Was die große Geldsumme angeht, die darin gefunden wurde, behauptete er, dass es sein Verwandter sei, und er habe es aus Sicherheitsgründen dort aufbewahrt.

Was wurde gefunden und was wurde beschlagnahmt

Bei Durchsuchungen in Wohnungen, Arbeitsstätten, Geschäften, Autos sowie Festgenommenen wurden u. a. gefunden und beschlagnahmt:

2 Revolver, Pistolen, Patronen und 382 Patronen, Laptop und 3 Tablets, Zentraleinheit, Festplatte und SSD-Laufwerk, 15 USB, 6 externe Festplatten, Adapter und Speicherkarten, GPS-Tracker, 608 025 Euro, 37 Handys und SIM-Karten, Digitalkamera, Dokumentenlaminator und -laminatoren, 4 Kfz-Kennzeichen, Drogenpillen, kleine Mengen Kokain und Cannabis,

Darüber hinaus APOSTILLE-Dokumente, Dokumente des Zusammenlebens, Kopien von Pass- und Visaseiten, Stempel, Familienstandsurkunden, Sterbeurkunden, Personalausweise, Reisepässe, Notizbücher, Tagebücher und Taschenhefte, Brieftaschen, Dokumente im Zusammenhang mit Personalausweisen, amtliche Personalausweise für der der Diebstahl gemeldet wurde, Formulare einer verantwortlichen Erklärung mit echten Siegeln und Unterschriften sowie Fotokopien von Ausweisen und Aufenthaltstiteln von Ausländern.

Am Mittwoch wurden nach den Durchsuchungen knapp 500.000 Euro identifiziert und beschlagnahmt. inkl. 320 Tausend aus dem Safe des Chefs des Sicherheitsdienstes des Athener Vororts Aspropyrgos.

Die Ermittlungsmaßnahmen des Internen Ermittlungsdienstes werden fortgesetzt. An der kriminellen Vereinigung sollen mindestens 34 Polizisten beteiligt gewesen sein.





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