Omicron in Europa

Ein neuer Coronavirus-Stamm diktiert den Europäern seine eigenen Regeln. Wie übrigens die ganze Welt. Neue harte Maßnahmen und deren Lockerungen, Warteschlangen für Tests und Rekordzahlen – so leben die Länder Europas während der Omicron-Welle.

In Deutschland hat die Zahl der Neuinfektionen pro Tag erstmals die Marke von 100.000 überschritten, die Einwohner des Landes stehen eine Stunde oder länger in langen Warteschlangen für Tests. Das Gesundheitsministerium bereitet ein Gesetz zur obligatorischen Impfung gegen das Coronavirus vor, das voraussichtlich im Mai in Kraft treten wird.

In Großbritannien beabsichtigt der Premierminister, die derzeitigen Beschränkungen – Telearbeit und Tragen von Masken – ab nächster Woche aufzuheben. Experten glauben, dass das Coronavirus bald vorbei sein wird in die Saison Krankheiten. Gesundheitsminister Sajid Javid sagt:

„Wir müssen lernen, mit Covid so zu leben, wie wir es gelernt haben, mit der Grippe zu leben.“

In Rumänien herrscht Angst. Nur 40 % der Bevölkerung im Land sind geimpft, und die Zahl der Neuerkrankungen bricht am zweiten Tag Rekorde. Am vergangenen Tag hat sich die Zahl der Infizierten verdoppelt, die Behörden sprechen offiziell von der fünften Welle der Pandemie.

Nicht weniger alarmierend in Polen – mehr als 30.000 Fälle täglich, die Unvorbereitetheit der Krankenhäuser und eine Zunahme der Zahl schwerer Formen. Experten gehen davon aus, dass sich die Fallzahlen ab nächster Woche verdoppeln werden.

Am vergangenen Dienstag verzeichnete Frankreich die höchste Rate während der gesamten Pandemiezeit – fast eine halbe Million Infektionsfälle in 24 Stunden und 375 Todesfälle, das ist viermal mehr als am vergangenen Sonntag.

In Russland nehmen die Fallzahlen zu, und die Behörden passen die ergriffenen Maßnahmen an. Die Quarantänezeit für Virusträger wird von 2 Wochen auf 7 Tage verkürzt und Krankschreibungen werden in Abwesenheit ausgestellt.

Die Explosion neuer Coronavirus-Fälle in Schweden hat kritische Dienste beeinträchtigt, da viele Polizisten und Busfahrer positiv getestet und einige Polizeistationen geschlossen wurden. Radio Schweden berichtete gestern:

„Etwa 3.000 Polizisten, 10 % der schwedischen Polizei, sind krank oder in Quarantäne.“

Das schwedische Fernsehen hat berichtet, dass ungefähr 10 % der Busfahrer in der westlichen Provinz Värmland krank geworden sind und 40 bis 50 Fahrten pro Tag gestrichen wurden. Michael Bergman, zuständig für entsprechende Dienste in der Region, sagt: „Die Lage ist ernst.“ Die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle im Land hat 1,7 Millionen überschritten, 200.000 mehr als letzte Woche. Medien unter Bezugnahme auf amtliche Daten. Am vergangenen Tag verzeichnete das Land mit 10,4 Millionen Einwohnern die meisten Neuerkrankungen – etwa 43.000 – und 67 neue Todesfälle durch Komplikationen der Krankheit. Der bisherige „Rekord“ von 26.566 Fällen wurde am 12. Januar aufgestellt. Die schwedische Regierung kündigte diesen Monat neue Beschränkungen an, da sich die Omicron-Variante schnell verbreitet und Druck auf das Gesundheitssystem des Landes ausübt.

Die WHO ist besorgt über die große Kluft zwischen den Ländern in Bezug auf die Herdenimmunität. Experten sagen, mit einer gleichmäßigeren Impfung wäre der Höhepunkt der Pandemie bereits in diesem Jahr überschritten worden. Michael Ryan, Programmdirektor bei der Organisation für Gesundheitsnotfälle, sagt:

„Wir werden vielleicht nie mit diesem Virus fertig werden, Pandemie-Erreger werden schließlich Teil des Ökosystems. Aber wir könnten mit der Gesundheitskrise fertig sein.“

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