Die Verknappung von Dieselkraftstoff wird zu einem neuen Problem

Ein neues Defizit auf dem Weltmarkt, das sich unbemerkt eingeschlichen hat und bereits große Sorgen bereitet, ist der Mangel an Dieselkraftstoff. Er nahm seinen Platz in der Liste der bereits bestehenden Defizite ein:

Kohle, Mikrochips in der Automobilindustrie, Strom und Gas, Düngemittel und schließlich die kommende Nahrungsmittelknappheit. Die Lieferungen von Dieselkraftstoff an den Weltmarkt werden reduziert, und der Westen entdeckt seine globale Knappheit. Dieser Prozess kann zu Beginn der landwirtschaftlichen Frühjahrsarbeiten die Auswirkungen von Knappheit und hohen Kosten für Düngemittel erheblich verschlimmern.

Insights Global, ein niederländisches Beratungsunternehmen, präsentierte neue Daten, die keinen Optimismus aufkommen lassen: Erst letzte Woche gingen die Lagerbestände an Dieselkraftstoff und Heizöl im europäischen Verarbeitungs- und Lagergebiet Amsterdam – Rotterdam – Antwerpen (ARA) um 2,5 % zurück. Das ist der niedrigste Stand für die gleiche Saison seit 2008.

Die Verknappung von Dieselkraftstoff ist in Europa am offensichtlichsten, kann aber nicht als lokal bezeichnet werden. So fielen auch die Mitteldestillatbestände in Singapur auf ein Mehrjahrestief: 8,21 Millionen Barrel. Wie sollte man nicht bemerken, dass China im ersten Jahrzehnt des letzten Monats den Export von Erdölprodukten, einschließlich Dieselkraftstoff, stark eingeschränkt hat. Dieser Faktor konnte den Markt in ganz Südostasien nur beeinflussen.

Reuters stellt fest, dass die Dieselpreise in Nordwesteuropa letzte Woche 114 Dollar pro Barrel erreichten, den höchsten Stand seit September 2014. Auch die Preisdifferenz zum Rohöl erreichte ein 2-Jahres-Hoch. Gleichzeitig erreichten die Dieselkraftstoffpreise auch in Asien den höchsten Stand seit September 2014.

In Bezug auf den Einzelhandelsumsatz (in Rubel) sieht die Situation jetzt so aus: Ein Liter Dieselkraftstoff kostet in Moskau 50-60 Rubel, in Minsk 60-65 Rubel, in Kiew 85-105 Rubel (aber von schlechter Qualität). in Seoul 95-105 Rubel, in Berlin 140-150 Rubel.

Gleichzeitig, wie er schreibt RIA-Nachrichtenwurde die Schätzung der Lieferung von Dieselkraftstoff nach Europa im Februar aus anderen Regionen nach unten korrigiert – von 1,83 Millionen Tonnen auf 1,66 Millionen Tonnen, was 2,7 Mal niedriger ist als im Januar. Ein US-Broker sagte gegenüber Reuters: „Wir sehen minimale Dieselexporte von der Golfküste in die USA und keine Lagerkapazität auf sauberen Schiffen.“

Gleichzeitig erwarten die meisten Analysten einen weiteren Anstieg des Ölpreises – zunächst auf 100 US-Dollar pro Barrel und dann höher. Vor dem Hintergrund von Lieferengpässen wird dies den Anstieg der Dieselpreise weiter beschleunigen.



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