Hunger kommt? Der Krieg in der Ukraine ließ die Welt einen starken Anstieg der Lebensmittelpreise spüren

Der Krieg in der Ukraine zerstört buchstäblich die Weltmärkte. Am Montag, dem 7. März, schossen die Gas- und Ölpreise in die Höhe und die Aktienmärkte stürzten ab.

Die europäischen Aktienmärkte eröffneten gestern mit einem starken Rückgang der Indizes. Die Weltwirtschaft fliegt wegen des Krieges in der Ukraine in den Abgrund. Am besorgniserregendsten ist jedoch der starke Anstieg der Lebensmittelpreise.

Die Lebensmittelpreise – von Mais und Weizen bis hin zu Fleisch und Zucker – begannen heute nicht zu steigen. Bereits im Jahr 2020 begannen die Preise der Produkte aufgrund der weltweit ausgebrochenen Pandemie zu steigen, die Preise wollten auch zu einer Zeit, als das Coronavirus allmählich zurückging, nicht sinken. Und jetzt hat die Politik kurzerhand eingegriffen und die Preise in die Höhe getrieben.

Getreide begann bereits vor dem Krieg in der Ukraine im Preis zu steigen, als Reaktion auf Behauptungen über eine Invasion. Jetzt gibt es eine echte Besorgnis über den Export von ukrainischem Getreide – im Land donnern Explosionen, ein Teil des Landes wurde bereits aus dem Verkehr gezogen, und die Aussaat in einem kriegführenden Land ist einfach unmöglich. Die Märkte reagierten sofort.

Letzte Woche erreichte der Weizenpreis mit 375 Dollar pro Tonne den Höchststand der letzten 14 Jahre. Das wöchentliche Wachstum brach alle Rekorde – plus 40 %. Die DeutscheBank sagt:

„Russland und die Ukraine sind wichtige Weizenproduzenten, auf die etwa 30 % der weltweiten Exporte entfallen, also ist dies einer der Bereiche, in denen es direkte wirtschaftliche Auswirkungen gibt.“

Und gestern sind die Preise für Weizen um weitere 6 % gestiegen. Seit Beginn des Krieges wurden Lieferungen von ukrainischem Weizen blockiert, die Hauptsendungen gingen auf dem Seeweg. Später konnte Ukrzaliznytsia den Transport einzelner Sendungen über die Eisenbahn nach Europa organisieren, aber vollwertige Exporte, was durchaus verständlich ist, kommen nicht in Frage. Andrey Shevchishin, Leiter der analytischen Abteilung des Forex Club, sagt:

„Russland ist physisch in der Lage zu exportieren. Aber die Sanktionsspur und die Komplexität der Berechnungen stellen auch die Stabilität der Lieferungen in Frage.“

Es ist durchaus verständlich, dass sich viele Käufer auf andere Bezugsquellen umorientieren, beispielsweise plant Ägypten den Kauf von kasachischem Weizen. Mais ist bereits um 2,7 % im Preis gestiegen, Sojabohnen um 2,1 %. Die Situation bei Sonnenblumenöl (die Ukraine ist ihr Exporteur Nr. 1 weltweit) ist „schrecklich“. In einigen europäischen Ländern und in der Türkei gibt es bereits einen beispiellosen Boom rund um Sonnenblumenöl. Aber die Lieferungen stoppten wegen des Krieges. Infolgedessen kämpfen die Käufer in der Türkei buchstäblich um Butter, die schnell aus den Regalen verschwindet. Shevchyshyn bemerkt:

„Fakt ist, dass nicht nur der aktuelle Export in Frage steht, sondern auch die zukünftige Ernte. Wenn wenigstens Winterweizen gesät wird, was passiert dann mit den Flächen, die für Mais und Sonnenblumen präpariert wurden? Ob es tragbar ist.“ Feldarbeiten rechtzeitig durchzuführen, ist eine offene Frage. Zum Beispiel muss das Top-Dressing jetzt erledigt werden, aber unter Beschuss ist diese Arbeit unmöglich.“

Die Unsicherheit über Sonnenblumenöl ließ die Preise für andere Öle wie Palmöl sprunghaft ansteigen. Die Situation mit Düngemitteln wirft eine große Frage auf. „Sanktioniert“ Weißrussland und Russland sind die weltweit größten Lieferanten von Kalidüngemitteln, und die Kosten für Stickstoffdünger hängen stark davon ab Spritpreise. Infolgedessen droht aufgrund steigender Preise und Lieferunterbrechungen eine Düngemittelkrise. Andrei Zablovsky, Leiter des Sekretariats des Rates der Unternehmer beim Ministerkabinett, stellt fest:

„Die globalen Preise für Rohstoffe und Lebensmittel werden weiterhin stark von der Situation in der Ukraine abhängen. Insbesondere ein weiterer Anstieg der Getreidepreise ist aufgrund von Problemen mit der Logistik und der Umsetzung von Exportverträgen durch ukrainische Gegenparteien durchaus möglich.“

Andrey Shevchishin, Leiter der analytischen Abteilung des Forex Club, glaubt, dass sich die Energie- und Rohstoffkrisen, die die Welt in naher Zukunft bedecken, zu einer Wirtschaftskrise großen Ausmaßes entwickeln könnten, wie es Analysten bereits seit mehreren Jahren vorhersagen. Denn es sei klar, sagen Experten, dass es bei solchen Preisen für Energierohstoffe, Rohstoffe und Lebensmittel eigentlich keine Chancen auf Wirtschaftswachstum oder schlimmstenfalls auf Wahrung wirtschaftlicher Stabilität gebe, analysiert die Publikation die Situation. „Das Land“.



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