Thessaloniki: Zerschlagung des internationalen Menschenhandelsnetzwerks, fünf Festnahmen

Die seit September letzten Jahres tätige internationale kriminelle Organisation für den Handel mit Einwanderern wurde von der griechischen Polizei mit Hilfe von Europol liquidiert.

Während der von der Polizei der Ausländerbehörde von Thessaloniki in Nordgriechenland durchgeführten Operation wurden fünf Mitglieder der Gruppe, drei Ausländer und zwei Griechen, festgenommen.

Den Tätern wird vorgeworfen, Dutzende Migranten aus der Türkei nach Griechenland geschmuggelt zu haben. Händler „verrechnen“ von jedem Transportierten 2.000 bis 3.000 Euro. Ein charakteristisches Merkmal der Aktivitäten des kriminellen Netzwerks ist, dass sie Migranten mit Booten über den Fluss Evros transportierten und dann in einem Schafstall (!) in der Rhodopen-Region untergebracht wurden. Die Migranten wurden dann mit dem Auto nach Thessaloniki gebracht, von wo aus einige ihren Weg zu den nördlichen Grenzen des Landes fortsetzten, mit dem Endziel, Staaten in Mittel- oder Nordeuropa zu erreichen.

Insgesamt ist die Bande an sieben illegalen Routen beteiligt, auf zwei davon nahm die Staatsanwaltschaft drei Teilnehmer auf der Stelle fest, da sie insgesamt 26 illegale Einwanderer transportierten. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch weitere Beteiligte ermittelt, woraufhin gegen fünf von ihnen Haftbefehle erlassen wurden.

So kam es in den vorangegangenen 24 Stunden zu Festnahmen in den Gebieten von Thessaloniki, Kavala, Xanthi und Rhodopen. Unter den Festgenommenen sind zwei irakische Staatsbürger, von denen der erste (47 Jahre alt) nach Angaben der griechischen Polizei der Leiter des Netzwerks und der zweite (52 Jahre alt) sein Finanzmanager (Schatzmeister) ist.

Bei der Durchsuchung von zwei Häusern und einem Geschäft beschlagnahmte die Polizei mehr als 22.000 Euro, 17 Mobiltelefone, 58 SIM-Karten, zwei Pässe und einen Führerschein, mehrere Bankkarten, gefälschte Autonummern, fünf Führerscheine, ein Geolokalisierungsgerät, ein Videorecorder und eine Reihe von persönlichen Dokumenten Dritter.

Die Festgenommenen wurden zur Staatsanwaltschaft gebracht.



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