Beraterin A. Merkel: „Panzer in die Ukraine zu schicken ist der Weg in den Dritten Weltkrieg“

Der ehemalige militärpolitische Berater der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der pensionierte Brigadegeneral Erich Wad haben sich gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ausgesprochen. Solche Lieferungen seien möglicherweise „der Weg in einen dritten Weltkrieg“, sagte er.

Zudem sei der Einsatz komplexer Waffensysteme, wie etwa eines Kampfpanzers Leopard oder eines Schützenpanzers Marder, laut Wade nur nach langjähriger Ausbildung möglich. Seiner Meinung nach brauchen die Ukrainer jetzt und in absehbarer Zukunft solche Ausrüstung militärisch nicht.

Das sagte zuvor der deutsche Waffenhersteller Rheinmetall lieferbereit gebrauchte Kampfpanzer Leopard 1 in die Ukraine Laut Firmenchef Armin Papperger kann das ukrainische Militär in wenigen Tagen für den Betrieb des Leopard 1 ausgebildet werden – entgegen der Behauptung, dass die Ausbildung lange dauert. Voraussetzung sei, dass es sich um bereits ausgebildete Militärs handele.

„Es gibt jetzt viel militärische Rhetorik. Aber wie wir alle wissen, ist der Weg zur Hölle immer mit guten Absichten gepflastert. Wir sollten darüber nachdenken, den andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Wenn wir den Dritten Weltkrieg nicht wollen, Früher oder später müssen wir aus dieser logischen militärischen Eskalation herauskommen und Verhandlungen aufnehmen“, sagte er.

Erich Wad über Putin

Der Sicherheitsexperte und Militäranalyst Erich Wad warnte im deutschen Sender n-tv davor, die Menschlichkeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu leugnen und ihn als pathologischen Despoten zu brandmarken, mit dem man nicht mehr sprechen kann:

Der schreckliche Krieg in der Ukraine ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht, aber er ist Teil einer Kette ähnlicher Kriege in jüngster Zeit. Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan sind da keine Ausnahme. In einem Krieg sterben immer Unschuldige. Das ist Krieg. Leider ist dies im System eingebaut.

Zum Krieg im Irak 2003

Erich Wad erwähnte den Irakkrieg 2003:

„Hunderttausende Zivilisten wurden in diesem Krieg und während der darauffolgenden Besatzung getötet. Im Vergleich dazu ist Putin niemand Besonderes. Bisher sind die sogenannten Kollateralschäden in der Ukraine viel geringer als im Irak oder in Afghanistan.“

Auf die Frage nach Putins Ansichten zur Ukraine und der Krim als Teil des geopolitischen Einflussbereichs Russlands verwies der deutsche Brigadegeneral auf die amerikanische „Monroe-Doktrin“:

„Jetzt sagen sie, dass dies eine veraltete Ansicht des 19. Jahrhunderts ist. Aber für die Amerikaner gilt immer noch die Monroe-Doktrin, die besagt, dass keine ausländische Intervention auf dem amerikanischen Kontinent inakzeptabel ist. Und die Karibik ist sicherlich auch nach der Kuba-Krise im Einflussbereich der USA.“

Auswertung des Kriegsverlaufs

Wad glaubt, der russische Präsident habe die Idee eines Regimewechsels, den er ursprünglich in der Ukraine durchsetzen wollte, nach dem weitgehenden Abzug seiner Truppen aus der Region Kiew aufgegeben. „Deshalb stehen die Verhandlungschancen nicht so schlecht“, sagte er.

„Beide Seiten konnten ihr Image wahren: Die Ukrainer haben gezeigt, wie effektiv sie ihre Hauptstadt Kiew verteidigt haben, und sie führen darüber hinaus erfolgreiche Abwehrkämpfe gegen einen überlegenen Gegner. Die Russen wiederum machten einige Gebietsgewinne im Osten und an der Schwarzmeerküste. Das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen Waffenstillstand und den Beginn von Friedensgesprächen“, sagte die frühere Beraterin Angela Merkel.

In der Zwischenzeit wurde bereits die erste Charge von T-72M-Panzern, die sich an der Basis zur Lagerung gepanzerter Fahrzeuge der polnischen Bodentruppen in Lublin befanden, in die Ukraine geschickt. Insgesamt ist der Transfer von 100-Panzern geplant.



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