Baumschnitt in Athen im April zerstört Nester und löst Empörung aus


Ein Baumschnitt im Zentrum Athens im April sorgte für Empörung in der Öffentlichkeit und bei Organisationen, die sich für den Schutz von Umwelt, Tieren und Vögeln einsetzen.

Der beispiellose Rückschnitt in diesem Jahr wurde tatsächlich mitten im Frühling durchgeführt, zu einer Zeit, in der Vögel nisten und viele Nester voll – oder besser gesagt, voll – mit Bruteiern sind.

Der Panhellenische Tierschutzbund und 30 Umwelt- und Tierschutzvereine unterzeichneten ein gemeinsames Protestschreiben, in dem die lokalen Behörden und die Regierung aufgefordert werden, die Zerstörung der Bäume der Stadt und der darauf lebenden Menschen zu stoppen.

Griechen, empört über den brutalen und offenbar unprofessionellen Baumschnitt im April in der Innenstadt von Athen und anderen Städten, haben peinliche Fotos in den sozialen Medien gepostet. Sie beziehen sich auf die Richtlinie EU 2009, wonach die Zerstörung von Nestern verboten und rechtswidrig ist.

Einige Bürger vermuten, dass alles auf die traditionelle griechische Weise passiert ist – Beschneidungsverträge wurden an Auftragnehmer vergeben, die mit solchen Angelegenheiten nichts zu tun haben, aber gut mit Schmiergeldproblemen umgehen können.

„In den letzten Tagen waren die Einwohner von Athen und vielen anderen Gemeinden in Griechenland unangenehm überrascht, buchstäblich abgeholzte Bäume auf den Plätzen und Straßen zu sehen“, schreiben die Organisationen in ihrem Protestschreiben.

Grünflächen mit großen Bäumen und der darin enthaltenen Biodiversität sind sehr wichtige Bestandteile der Natur in Städten. Bäume erfüllen eine Reihe unverzichtbarer Ökosystemleistungen: Regulierung des Mikroklimas, Aufnahme gasförmiger Schadstoffe, ästhetischer Genuss und Erholung, Hochwasserschutz, Beschattung im Sommer etc. Darüber hinaus sind sie in den Frühlingsmonaten Nistplatz für viele darin lebende Vogelarten unsere Städte.“, – unter anderem in einem Protestschreiben.

Kommunen, die für Grünflächenmanagement und Baumpflege zuständig sind, scheinen all dies nicht zu wissen.

Die Bäume werden so drastisch beschnitten, dass fast nur noch der Stamm übrig bleibt. Sie entfernten die gesamte Krone und hinterließen das Bild von verstümmelten und geköpften Bäumen, die ihre natürliche Form vollständig verloren haben. Erschwerend kommt hinzu, dass dies alles im Frühjahr passiert, wenn die Vögel bereits Nester haben, was dazu führt, dass eine große Anzahl von Eiern und / oder Küken auf den Boden fällt, was normalerweise tödlich ist.

Daran werden die Demonstranten erinnertDie europäische Richtlinie 2009/147 zur Erhaltung der wildlebenden Vogelarten sieht in Artikel 5 vor, dass jede Zerstörung oder Beschädigung von Vogelnestern und -eiern verboten ist. Daher ist die schädliche Praxis eines solchen Beschneidens während der Brutzeit von Vögeln nicht nur inakzeptabel, sondern auch illegal.“

Auch die neue Biodiversitätsstrategie 2030 der Europäischen Union erkennt erstmals klar die Bedeutung der urbanen Umwelt für den Erhalt der Biodiversität an, spricht von der Notwendigkeit einer ökologischen Ausrichtung urbaner Räume und setzt sich das Ziel, die Natur in die Städte zurückzubringen.

„Aus den oben genannten Gründen halten wir es für notwendig, die Haltung der Kommunen und des Landes zum Thema Stadtbegrünung umgehend zu ändern. Insbesondere bitten wir:

Alle, die in den Gemeinden Bäume fällen, müssen zertifiziert sein – sie müssen in forstwirtschaftlichen Techniken geschult werden.

Bereiten Sie ein Schnitthandbuch vor, das gemäß dem Gesetz von allen zuständigen Regierungsbehörden, die Schnitte durchführen, verwendet werden muss. Dieser Leitfaden sollte umreißen:

  1. welche Baumarten im städtischen Umfeld wann und nach forstwirtschaftlichen Grundsätzen geschnitten werden sollten,
  2. Angemessene Schnittpraktiken, damit Bäume ihre Gesundheit erhalten und gleichzeitig weiterhin von den Ökosystemleistungen profitieren, die sie bieten (Klimaregulierung, Beschattung, Verringerung der Luftverschmutzung, Erhaltung ästhetischer und ökologischer Funktionen).

Der Gesetzgeber sollte jegliches Beschneiden von Bäumen während des Nistens und der Entwicklung der Küken verbieten, d. h. zwischen März und Juni.

Organisationen, die den Aufruf unterzeichnet haben:

1 Eisvogel
2. ANIMA
3. Aron
4. ΑΡΚΤΟΥΡΟΣ
5. Wildlife Conservation Network – SaveWild
6. Aktion für Wildtiere
7. Hellenische Gesellschaft zum Schutz von Umwelt und Kultur
8. Griechische Naturschutzgesellschaft
9 Hellenische ORNITHOLOGISCHE GESELLSCHAFT
10 Freunde der National Garden Society
11. VEREIN FÜR DEN SCHUTZ DER NATÜRLICHEN UND KULTURELLEN UMWELT DES GOLFS VON KORINTH-PATRAS „O NIREAS“
12. Ιανθη
13 Kallisto
14. Bürgerbewegung zum Schutz von Philopappos.
15. ΚΟΙΝΟ_ΤΟΠΙΑ
16. Ökologische Allianz
17. Ökologisches Erwachen – Natura di Zante
18. Ökologisches Recyclingunternehmen
19. Panhellenischer Tierschutzverband
20. Piräus-Observatorium
21. Bürgervereinigung zugunsten von Streams – ROH
22. Tulipa Goulimi
23 Philodaski-Vereinigung Athen
24. Freunde der Natur
25. Cut it Right – Aktive Bürger für den Schutz der Bäume
26. Mamagea
27. Medasset
28. Medina
29. Mama
30. Speichern Sie Ihre Kapuze





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