Wie sich die Meinung der Russen nach 100 Tagen Krieg in der Ukraine verändert hat

Umfragen zeigen, dass 3/4 der russischen Bürger den Nachrichten im Fernsehen vertrauen und nicht nach Alternativen über VPN suchen – letzteres sind nur 5,5 %.

Beeinflusst die Nachrichtenquelle die öffentliche Meinungsbildung und wie hat sich die Einstellung der Bürger zur „Sonderoperation“ der Russischen Föderation im Nachbarland verändert? Laut Rezensent euronews Galina Polonskaya, die Gesellschaft interessiert sich immer weniger für das militärische Thema:

„Es gibt einige Veränderungen in der öffentlichen Meinung in Russland: Weniger Menschen achten auf den Krieg, der in Russland als ‚Spezialoperation‘ bezeichnet wird, und weniger Menschen sagen, dass sie besorgt sind über das, was in der Ukraine passiert.“

Eine kürzlich vom Levada Center Institute (einem „ausländischen Agenten“ in Russland) durchgeführte Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Bürger dem Fernsehen als zuverlässigster Informationsquelle immer noch am meisten vertraut. Sie wird fast vollständig vom Staat kontrolliert, daher ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit der Befragten (73 %) die „Sonderaktion“ als Erfolg wertet.

Es gibt jedoch viele, die gegen den Krieg sind und versuchen, sich ihm in irgendeiner Weise entgegenzustellen. Aber Proteste werden sofort unterdrückt: Auch Nagellack (wenn er gelb-blau ist) oder Schuhe in der Farbe der ukrainischen Flagge können als Haftgrund dienen. Nun versuchen die Behörden, VPN-Dienste zu sperren, um jegliche Informationen von außen auszuschließen.

Viele Journalisten, Menschenrechtsaktivisten, Künstler und Entertainer mussten wegen ihrer Haltung gegen diesen Krieg gehen. Aktivisten sprechen vom Gefühl der ständigen Unterdrückung, die Menschen haben einfach Angst. Normale Bürger derjenigen, die die russische Invasion in der Ukraine verurteilen, flüstern in der Küche hinter verschlossenen Türen darüber, als wären sie wieder in der UdSSR.

Viele von denen, die verstehen, was wirklich in der Ukraine passiert, tun nichts. Erstens haben sie Angst vor Repressalien und zweitens glauben sie, dass sie nichts ändern können.



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