Preiserhöhungswelle: Wofür geben die Griechen den größten Teil ihres Einkommens aus?

Das Bezahlen von Rechnungen „frisst“ den Löwenanteil des Einkommens der Griechen – die Wirtschaft des Landes befindet sich auf der Welle steigender Preise für buchstäblich alles.

Laut einer Studie der griechischen Industrie- und Handelskammer ΣΕΛΠΕ machen Rechnungszahlungen jetzt 32 % der monatlichen Verbraucherausgaben aus, gegenüber 25 % im Dezember letzten Jahres. Die Ausgaben für Lebensmittel gingen den Forschern zufolge im Vergleich zum Dezember von 31 % auf 26 % zurück.

Angesichts des beispiellosen Preisanstiegs bezeichneten die Verbraucher diese Zeit als die schlimmste der letzten 2 Jahre und weigerten sich, große Artikel zu kaufen – zum Beispiel Haushaltsgeräte und Möbel.

Andere Ausgabenkategorien ändern sich nicht wesentlich, sagen die Autoren der Studie. Die Kosten bleiben stabil Miete, Dienstleistungen, Steuern. Die Ausgabenerwartungen für die nächsten sechs Monate sind leider negativ – sie hängen mit dem anhaltenden Anstieg der Energiekosten zusammen.

Beispielsweise sind 45 % der Bürger zuversichtlich, dass die Stromrechnungen in der zweiten Hälfte dieses Jahres steigen werden. Weitere 53 % glauben, dass die Kosten für den Warenkauf sinken werden, und nur 17 % erwarten, dass sie steigen werden. Gleiches gilt für Dienstleistungen (Tickets, Mahlzeiten), für die ebenfalls 36 % der Verbraucher eine Kostensenkung und nur 19 % eine Kostensteigerung erwarten.

Hinsichtlich der Besteuerung sind die Prognosen positiver: 59 % hoffen, dass sie unverändert bleiben, 15 % sind sicher, dass sie sinken werden, und 26 % glauben, dass sie steigen werden.

Diese Studien zeigen deutlich, dass die Verbraucher ihre Einkäufe von Waren und Dienstleistungen erheblich reduzieren, um für höhere Energie- und Kraftstoffkosten aufzukommen.

Der Retail Consumer Sentiment Index lag im Juni 2022 bei -64 und damit unter den Basismonaten Oktober 2019 und Juli 2021. Der Teilindex „Aktuelle Situation“ sank von -40 auf -58, während der Teilindex „Erwartungen“ von -51 auf -73 sank. Es seien sowohl geringe Erwartungen als auch angespannte Finanzdaten der Verbraucher zu verzeichnen, was mit steigenden Energiekosten sowie inflationären Tendenzen und kriegsbedingten Unsicherheiten einhergehe, heißt es cnn.gr.



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