Griechenlands Staatsverschuldung beträgt fast 390 Milliarden oder 190 % des BIP

Die griechische Wirtschaft steht am Rande des Zusammenbruchs. Die aktuelle Situation ist viel schlimmer als die Krise in den Jahren 2009-2010, die als Vorwand benutzt wurde, um die Steuerhoheit des Landes zu zerstören.

In dieser Zeit stieg die Staatsverschuldung in absoluten Zahlen um 20 %, als Prozentsatz des BIP um 80 % (von 126 % auf jetzt fast 190 %), und das Schlimmste steht noch bevor. Am Horizont zeichnet sich ein finanzieller Zusammenbruch ab, der die Existenz und den Fortbestand des griechischen Staates in Frage stellt.

Insbesondere die Staatsverschuldung des Landes beläuft sich auf 400 Milliarden Euro. Ein großes Problem sind auch staatliche Garantien für Unternehmen, Privatpersonen und Banken, deren Höhe sich auf 30 Milliarden Euro beläuft.

Nach offiziellen Angaben des Finanzministeriums stieg die öffentliche Gesamtverschuldung des Landes Ende Mai letzten Jahres auf 397 Milliarden Euro, ein Anstieg um 8,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Dezember 2021 und um 13,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gleiche Zeit.

Die Ursache der Schuldeninflation ist die übermäßige Kreditvergabe, auf die die Public Debt Management Organization zurückgreift, um das Staatshaushaltsdefizit zu decken.

Die steigende Verschuldung in Verbindung mit der Unsicherheit, die sie in der Wirtschaft verursacht, ist ein deutliches „Signal“, da die Kreditkosten steigen und in den kommenden Monaten noch weiter steigen könnten.

Der Zinssatz für 10-jährige Anleihen ist bereits von 1,04 % im Mai 2021 auf 4,2 % gestiegen, während ein ähnlicher Anstieg für alle Fälligkeiten griechischer Anleihen verzeichnet wurde.

Neben der direkten Staatsverschuldung der Zentrale gibt es auch eine „versteckte“ Verschuldung. Dies sind staatliche Garantien, die der Staat öffentlichen und privaten Unternehmen, Einzelpersonen und Banken gewährt. Nach Angaben des Landesrechnungshofes belief sich die Höhe der Staatsbürgschaften Ende März vergangenen Jahres auf 28,67 Milliarden Euro.

Dieser Betrag ist nicht in der Staatsverschuldung enthalten. Erfasst werden Beschlagnahmungen von Bürgschaften, d.h. Beträge, die von einer Einrichtung oder Person, für die eine staatliche Bürgschaft gewährt wurde, nicht fristgerecht zurückgezahlt wurden. Tatsächlich handelt es sich um eine potenzielle Schuld. Von dem Gesamtbetrag von 28,86 Milliarden Euro sind 18,56 Milliarden Euro Garantien für Banken im Rahmen des Herkules-Programms.

Gesamte Staatsverschuldung

Es sei darauf hingewiesen, dass sich die spezifischen Zahlen auf die Bruttostaats- oder Zentralstaatsverschuldung beziehen, die sich von der allgemeinen Staatsverschuldung unterscheidet, die ein Maß für die Überwachung der staatlichen Leistung ist. Von der Gesamtbruttoverschuldung werden nach Eurostat-Definition abgezogen:

  • Staatsanleihen, die von Versicherungskassen, PTAs und anderen öffentlichen Körperschaften gehalten werden, bilden die sogenannte Inlandsverschuldung, die sich nach Angaben des Finanzministeriums in diesem Jahr auf 20 Milliarden Euro belaufen wird.
  • Münzen und Anlagen in Staatsanleihen juristischer Personen, deren Betrag sich in diesem Jahr auf 16,2 Milliarden Euro belaufen wird.
  • Insgesamt werden rund 36,2 Milliarden Euro von der Gesamtverschuldung abgezogen.
  • Ohne Inlandsverschuldung belief sich die Gesamtverschuldung der öffentlichen Hand Ende März auf 358,35 Milliarden Euro.

Gleichzeitig sollte beachtet werden, dass Zinszahlungen auf alle Schulden gezahlt werden, nicht nur auf die Staatsschulden.

Umsatz für das 1. Quartal 2022

  • Die Einnahmen der Staatskasse beliefen sich auf 18,982 Milliarden Euro gegenüber 16,340 Milliarden Euro im Vorjahr.
  • Einkommens- und Vermögenssteuern beliefen sich auf 2,947 Milliarden Euro (15,5 % der Gesamteinnahmen) im Vergleich zu 2,743 Milliarden Euro (16,8 % der Gesamteinnahmen) im ersten Quartal 2021.
  • Die Sozialbeiträge beliefen sich auf 6,558 Milliarden Euro gegenüber 6,066 Milliarden Euro (37,1 % der Gesamteinnahmen) im vergangenen Jahr.

Ausgaben für das 1. Quartal 2022

  • Die Ausgaben des Staates beliefen sich auf 21,907 Milliarden Euro, gegenüber 23,405 Milliarden Euro im ersten Quartal des Vorjahres.
  • Die Primärausgaben beliefen sich auf 20,924 Mrd. EUR (95,5 % der Gesamtausgaben) gegenüber 22,316 Mrd. EUR (95,3 % der Gesamtausgaben).
  • Die Gehälter der Beamten beliefen sich auf 5,495 Milliarden Euro (25,1 % der Gesamtausgaben), von 5,426 Milliarden Euro (23,2 % der Gesamtausgaben).
  • Die Sozialleistungen beliefen sich auf 9,926 Milliarden Euro (45,3 % der Gesamtausgaben) gegenüber 9,880 Milliarden Euro (42,2 % der Gesamtausgaben).
  • Die Subventionen beliefen sich auf 531 Millionen Euro (2,4 % der Gesamtausgaben) im Vergleich zu 1,676 Milliarden Euro (7,2 % der Gesamtausgaben) im ersten Quartal 2021.



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