Rückwirkende Zahlungen: mögliche Lösungen

Die griechische Regierung erwägt nach der jüngsten Entscheidung des Staatsratsplenums zwei mögliche Szenarien für die Zahlung rückwirkender Renten – gekürzte Geschenke und zusätzliche Leistungen

Die erste sieht rückwirkende Zahlungen auf zusätzliche Rentengeschenke nur für diejenigen vor, die vor dem 31. Juli 2020 einen Antrag beim Gericht gestellt haben, die zweite – die Verrechnung rückwirkender Zahlungen aufgrund negativer persönlicher Differenzen des Katrugalos-Gesetzes (νόμου Κατρούγκαλου).

Das schwierigste Szenario ist die Auszahlung aller Nachzahlungen in Jahresraten ab 2023. Diese Möglichkeit wird von Ökonomen wegen der hohen Haushaltskosten (rund 2,5 Milliarden Euro) und wegen der äußerst ungünstigen Wirtschaftslage abgelehnt.

Sicher ist, dass die endgültigen Entscheidungen je nach Wirtschaftslage erst Ende August fallen werden. Es ist wahrscheinlich, dass der Premierminister bei der Eröffnung von ΔΕΘ Anfang September entsprechende Erklärungen abgeben wird.

Der Ausgleich für gekürzte rückwirkende Leistungen (Geschenke und zusätzliche Renten) mit den negativen persönlichen Unterschieden des Katrugalos-Gesetzes (zusammen mit Rentenerhöhungen ab dem 1. Januar 2023) ist ein Szenario, das die Regierung für Rentner prüfen wird, die keine rechtlichen Schritte eingeleitet haben. Tatsächlich wird die Möglichkeit erwogen, rückwirkende Zahlungen mit dem Rest der persönlichen Differenzen auszugleichen, die sie nach der Neuberechnung der Renten gemäß Gesetz 4670/2020 erhalten.

So kann auch der Staat in einer für die Staatsfinanzen kritischen Zeit gigantische Ausgaben vermeiden, die Rentner ihre persönliche Differenz abbauen oder sogar auf null bringen und eine Rentenerhöhung ab dem 01.01.2023 sicherstellen. So wird ein Rentner, der 11 Monate nachgeschenkt werden soll (800 Euro) und einen persönlichen Differenzbetrag von 250 Euro hat, diesen auf die Nachspende anrechnen, die restlichen 550 Euro in Raten erhalten und ab dem 1. Januar 2023 seine Rente erhöht sich jeden Monat (z. B. 50 Euro), da er die persönliche Differenz ausgleicht, indem er sie in seine Rente einbezieht.

Zahlung von Nachzahlungen in Raten an alle Rentner, die vor dem 31.7.2020 einen Antrag bei Gericht gestellt und sich mit der Entscheidung des Europarates zufrieden gegeben haben. Dieses Szenario sieht eine automatische Erstattung von Beträgen (für den Zeitraum von Juni 2015 bis Mai 2016) an diejenigen vor, die beim Gericht einen Antrag gestellt haben. Das seien rund 350.000 Rentner, die sich seit zehn Jahren in einem langwierigen Rechtsstreit befänden, Rückzahlungen in Höhe von 700 bis 800 Millionen Euro forderten und dabei Geld und Zeit verloren, schreibt er cnn.gr.



Source link

Hochwertige journalistische Arbeit kann nicht kostenlos sein, da sie sonst von den Behörden oder den Oligarchen abhängig wird.
Unsere Website wird ausschließlich durch Werbegeld finanziert.
Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker, um die Nachrichten weiterzulesen.
Mit freundlichen Grüßen, Redakteure