Wird Schengen für Russen gestrichen?

ATOR, der Verband der Reiseveranstalter Russlands, nannte die Aussage über die Möglichkeit eines Verbots der Erteilung eines Schengen-Visums an russische Staatsbürger eine Fälschung.

Der Pressedienst von ATOR stellt fest, dass die Äußerungen der Politiker Estlands und Finnlands zu diesem Thema isoliert und „Fälschungen sind, die den Grad der Spannung erhöhen“:

„Wir sprechen von Diskussionen in den Medien und Äußerungen einzelner Politiker. Im finnischen Parlament werden zumindest jetzt keine Gesetzentwürfe vorbereitet, die das Visaverfahren in Russland einschränken würden. Weder in Finnland noch auf der Ebene wurden Entscheidungen und Dokumente getroffen EU„.

Darüber hinaus berichtet die Organisation, dass der stellvertretende Ministerpräsident Finnlands die Fortsetzung der Visumserteilung wie gewohnt bestätigt und festgestellt hat, dass die Regierung derzeit keine Entscheidungen über das Visumsverbot plant. Die Frage der Beendigung des Visumverfahrens sollte auf der Ebene der Europäischen Union und der Schengen-Staaten vereinbart werden, betonte sie.

Der Verband der Reiseveranstalter Russlands gibt außerdem an, dass Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien, Ungarn und andere europäische Länder Dokumente russischer Staatsbürger für Visa akzeptieren.

Obwohl Ivan Volynkin, Direktor der konsularischen Abteilung des russischen Außenministeriums, früher in einem Interview mit TASS sagte, dass Russland angesichts der Aktionen des Westens die Möglichkeit einer Situation nicht ausschließt, in der Schengen-Visa für Russen nicht verfügbar sein werden problematisch. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass solche Szenarien nur im Fall einer „radikalen Verschlechterung der konsularischen Beziehungen“ möglich sind.

Wolynkin räumte ein, dass mehrere europäische Länder – Lettland, Polen, Litauen, die Tschechische Republik, Estland – tatsächlich keine Visa mehr für russische Bürger ausstellen. Seiner Meinung nach werden Aufrufe, die Ausgabe von Schengen an russische Bürger zu verweigern, bisher „von abscheulichen Politikern oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – Russophoben – gemacht, und wir nehmen sie entsprechend wahr“.

Der Vertreter des russischen Außenministeriums sagte, dass Moskau weiterhin die Aufrechterhaltung der Möglichkeit gegenseitiger Reisen von Bürgern der Russischen Föderation und der EU unterstützt und dabei auf den Pragmatismus und den gesunden Menschenverstand Europas setzt. Auch wenn die Europäische Union die Erteilung von Visa verweigere, setze Moskau auf die Chance, mit einzelnen europäischen Ländern zu verhandeln.

Der Diplomat stellte fest, dass Russland ständig daran arbeite, das Visaregime mit dem Ausland zu vereinfachen: „Derzeit gibt es etwa 18 Länder.“ Darunter seien die Länder der Karibik und Lateinamerikas, China, Malaysia, zitiert er GriechischReporter.

Unterdessen kündigte die Europäische Kommission die Unmöglichkeit an, die Erteilung von Visa an Russen vollständig einzustellen, wie es in der Antwort des Vertreters der Europäischen Kommission auf eine Anfrage der finnischen Zeitung Helsingin Sanomat heißt. Die EU-Vorschriften erlauben keinen vollständigen Stopp der Visaerteilung an Russen: Es gibt immer Gruppen von Menschen, denen Visa erteilt werden müssen, sagte die Europäische Kommission. Gleichzeitig wird betont, dass sich die EU-Sanktionen gegen Russland nicht gegen normale Russen richten und jeder EU-Mitgliedstaat seine eigenen Entscheidungen über Visa trifft.



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