Erdogan plant vorgezogene Neuwahlen

Medienberichten zufolge will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im Herbst vorgezogene Wahlen abhalten.

Einige Zeichen zeugen von seinen Absichten, schreibt er BB.LV, Bezug nehmend auf Welt am Sonntag. Trotz der Tatsache, dass die Präsidentschaftswahlen im Juni 2023 stattfinden sollten, scheint sich das Staatsoberhaupt entschieden zu haben, sie in diesem Herbst abzuhalten, berichtet die deutsche Zeitung.

Sie zitiert Quellen im Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) und unter EU-Diplomaten. Die Veröffentlichung, die auf die vorhandenen Anzeichen hinweist, glaubt, dass die Organisation der Wahlen „ziemlich schnell erfolgen kann“. Unter den sichtbaren Manifestationen, die auf Erdogans Vorbereitungen für die bevorstehende Abstimmung hindeuten, weisen Diplomaten darauf hin:

  • ein Anstieg der Aktivitäten des türkischen Oberhaupts in der internationalen Politik, zum Beispiel seine Vermittlung zwischen den westlichen Ländern und Russland während des Krieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine;
  • Aktivierung in syrischer Richtung;
  • die Wiederaufnahme des türkischen Programms zur Gasförderung im Mittelmeerraum.

All dies soll die Stärke des türkischen Präsidenten vor Beginn des Wahlkampfs demonstrieren, sagen Analysten. Nach einer kurzfristigen Erholung der Wirtschaft des Landes im Zusammenhang mit der Touristensaison könnte sich die öffentliche Stimmung verbessern. Und Erdogan will offenbar die günstige Lage ausnutzen.

Allein von April bis Juni wurden laut dem türkischen Statistikamt 8,7 Milliarden US-Dollar eingenommen, 190 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Andererseits wirken sich hohe Energiepreise aufgrund eines ungünstigen Wechselkurses insbesondere in den Wintermonaten negativ auf Verbraucher und damit Wähler aus. „Europäische Wahrheit“.

Laut den neuesten Umfragen hat die Präsidentschaftspartei AKP 27,7 % Unterstützung (minus 14,9 % seit den Wahlen 2018), während die wichtigste Oppositionspartei CHP 28,1 % hat. Auch die persönlichen Umfrageergebnisse von Erdogan als Präsidentschaftskandidat sind schlecht und liegen deutlich hinter den drei möglichen CHP-Kandidaten.



Source link

Hochwertige journalistische Arbeit kann nicht kostenlos sein, da sie sonst von den Behörden oder den Oligarchen abhängig wird.
Unsere Website wird ausschließlich durch Werbegeld finanziert.
Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker, um die Nachrichten weiterzulesen.
Mit freundlichen Grüßen, Redakteure