Die jüdische Gemeinde wirft dem neu ernannten Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofs vor "Antisemitismus"

Der Zentralrat der Jüdischen Gemeinden Griechenlands (KIS) hat auf die Ernennung von Richterin Marianti Paguteli zur Vizepräsidentin des Obersten Gerichtshofs Griechenlands reagiert und ihr Antisemitismus vorgeworfen.

„Центральный совет еврейских общин Греции выражает сильное возмущение гречсеского еврейства по поводу назначения на высокий уровень греческой юстиции человека, который не может защитить заявленную позицию греческого государства против антисемитизма, тем более в качестве вице-президента Верховного суда нашей страны“, – говорится в заявлении KIS am Freitag. „Wir bringen unsere Zuversicht zum Ausdruck, dass die griechische Justiz die Werte der Demokratie vor den Anhängern von Intoleranz und Antisemitismus schützen wird.“

2007, beim Prozess gegen den berüchtigten Anwalt Konstantinos Plevris (Vater des heutigen Gesundheitsministers Thanos Plevris) wegen seines Buches „Die Juden, die ganze Wahrheit“, stimmte der damalige Berufungsrichter Paguteli mit einer Minderheit den Schriftsteller freizusprechen.

In seiner Erklärung erinnerte KIS daran, dass „Paguteli eine umfangreiche 32-seitige Begründung zusammengestellt hat, die die antisemitischen Ansichten von C. Pleuris rechtfertigt.“ Pagouteli wurde auf Empfehlung des derzeitigen Justizministers Costas Tsiaras befördert.

Auch die prominente Journalistin Mariana Pirgioti reagierte verärgert auf die Ernennung, da sie sich gut an Pagutelis Rolle in einem Gerichtsverfahren erinnert, in dem Mitglieder der jüdischen Gemeinde aufgefordert wurden, dem Talmud abzuschwören. Laut Medien- und Social-Media-Berichten unterhielt Paguteli auch einen Blog, in dem sie Hitler systematisch für die Vernichtung von Millionen Juden während des Holocaust lobte. Der Blog wurde geschlossen.

Es sei darauf hingewiesen, dass seit letzter Woche Einwände gegen die Werbung von Pagouteli in den griechischen sozialen Medien bestehen. Vor einem Jahr war Minister Pleuris gezwungen, sich formell beim jüdischen Volk für seine Äußerungen zu Auschwitz zu entschuldigen, nachdem die KIS scharf auf seine Ernennung reagiert hatte.





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