Deutschnationaler Selbstmord

Die Bundesregierung hat in der vergangenen Woche beschlossen, die schrittweise Stilllegung von zwei Kernkraftwerken vorübergehend auszusetzen. Damit wird versucht, die Energieversorgung Deutschlands nach zu sichern Russland hat die Gasexporte tatsächlich gestoppt nach Deutschland.

Für politische Führer in Deutschland steht die „grüne“ Agenda an erster Stelle, schreibt die britische Ausgabe von Spiked. Die Energiekrise bedroht auch die Nahrungsmittelproduktion. Für die Elite ist Hunger jedoch kein Grund, den Kampf gegen den Klimawandel einzustellen.

Eine umweltbesessene Elite opfert Energie und Ernährungssicherheit der Klimaagenda.

Die Bundesregierung hat in der vergangenen Woche beschlossen, die schrittweise Stilllegung von zwei Kernkraftwerken vorübergehend auszusetzen, da die russischen Gasexporte nach Deutschland de facto gestoppt wurden.

Die Behörden könnten viel mehr tun, wenn sie die Energiesicherheit ernst nehmen würden. So ist es beispielsweise möglich, das 2017 eingeführte Verbot der Ölförderung durch Hydraulic Fracturing aufzuheben. Laut einem Regierungsbericht von 2016 übersteigt Deutschlands Schiefergasvolumen zwei Millionen Kubikmeter, was dem 20-fachen des Jahresverbrauchs entspricht. Hydraulic Fracturing kann tatsächlich 10 % des jährlichen Gasbedarfs des Landes decken. Noch beruhigender ist, dass der Bericht die Methode als unbedenklich für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt bezeichnet. Das heißt, es kann eine langfristige Lösung für die sich verschärfende Energiekrise bieten.

Durch die Energiekrise rollt Deutschland in den Abgrund. Die Schwerindustrie muss möglicherweise sogar ihre Produktion drosseln, um den Anstieg der Energiepreise zu bewältigen. Der Stahlhersteller ArcelorMittal hat bereits die Schließung von Hochöfen in mehreren Werken angekündigt.

Hydraulic Fracturing wird nicht alle Probleme über Nacht lösen – es wird mehrere Jahre dauern, bis sich die Lagerstätten vollständig entwickelt haben. Aber Bemühungen in diese Richtung werden ein Signal aussenden, dass Berlin es ernst meint mit der Industrieförderung.

Die anhaltende Reduzierung der russischen Gaslieferungen hat auch Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion in Deutschland. Aufgrund der Abhängigkeit von blauem Kraftstoff wurden 70 % der Düngemittelproduktion in Europa eingestellt. Dies wird sich auf das Volumen der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2023 auswirken und könnte zu einer massiven Nahrungsmittelknappheit führen.
Die politischen Führer Deutschlands scheinen jedoch das Bekenntnis zu einer grünen Agenda über alles andere zu stellen, einschließlich der Notwendigkeit, die vielen Krisen zu überwinden, mit denen das Land konfrontiert ist.

Bundesernährungs- und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir sagte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass „Hunger kein Argument dafür ist, die biologische Vielfalt zu schädigen und das Klima zu schützen“.

Özdemir tut die Bedenken der Menschen in Bezug auf die Nahrungsmittelproduktion effektiv als Versuch ab, die Umweltpläne der Regierung zu untergraben. Und jetzt aktiviert sie eine selbstmörderische Politik und hält weiterhin an der „grünen“ Agenda fest.

Bis 2030 will Berlin den ökologischen Landbau auf rund 30 % der gesamten Landwirtschaft ausweiten. Wie der Wissenschaftsjournalist Axel Bojanowski betont, würde eine solche Politik Deutschland von einem autarken Produzenten zu einem Nettogetreideimporteur machen.

Das wird eine Katastrophe mit globalen Folgen. Wir haben bereits gesehen, wie die Entscheidung westlicher Länder, ihre eigene Gasexploration aufzugeben und Rohstoffe auf dem Weltmarkt zu kaufen, dazu führte, dass die Preise auf ein Niveau stiegen, das Entwicklungsländern wie Pakistan nicht zur Verfügung stand. Die Umstellung auf den ökologischen Landbau in Deutschland und später in Europa wird sich ähnlich auf die Kosten für Getreide und andere Lebensmittel auswirken.

Nicht, dass die deutsche Regierung sich viel darum gekümmert hätte. Sie scheint mit der Möglichkeit zufrieden zu sein, den Agrarsektor im Namen des Umweltschutzes zu reduzieren. Daher seine Entscheidung im Jahr 2016, den Anbau von Pflanzen mit Gentechnik zu verbieten, was die Nachhaltigkeit der Lebensmittelproduktion beeinträchtigen würde, insbesondere in wärmeren Klimazonen.

All dies sollte uns nicht überraschen. Es ist nicht das erste Mal, dass die deutschen Eliten dem für den Wohlstand der Menschheit notwendigen Fortschritt im Wege stehen, indem sie die Entwicklung von Nahrungsmittelproduktion und Energie einschränken. Außerdem handelten sie immer mit Hilfe einer Politik der Angst und verbreiteten Panik vor den Gefahren, die Gas, Kernenergie und GVO bergen.

Man ist versucht zu fragen, was jetzt gefährlicher ist: der Klimawandel oder die destruktive, unwissenschaftliche ideologische Politik, die zu seiner Bekämpfung betrieben wird?

2004 versprach Bundesumweltminister Jürgen Trittin, dass die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf kohlenstofffreie Energiequellen eine durchschnittliche Familie nicht mehr als einen Euro im Monat kosten werde – „den Preis einer Kugel Eis“. Heute klingt diese Aussage absurd, denn durch die Energiewende und viele andere grüne Politiken verarmt die Bevölkerung in weiten Teilen Europas.

Umweltschützern ist das egal. Der britische Schriftsteller George Monbiot versuchte kürzlich, den Aufruf zum Ende der Tierhaltung zu rechtfertigen und erklärte, dass „der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern eine Verschwendung ist, die sich der Planet nicht leisten kann“. Özdemir und seine Genossen verwenden unterschiedliche Begriffe, aber die Bedeutung ist in jedem Fall dieselbe: „Grüne“ Ideologen betrachten Schwierigkeiten als einen Preis, den normale Bürger zwangsläufig zahlen müssen.

So eine Schande. Die moderne Technologie bietet so viele Lösungen für unsere Probleme, und deutsche grüne Politiker halten uns davon ab, sie zu nutzen.

Ralf Schellhammer Associate Professor of Economics and Political Science an der Webster University in Wien.



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