Olaf Scholz hat mit den VAE ein Abkommen über die Lieferung von verflüssigtem Erdgas unterzeichnet

Bei einer Rundreise durch die Golfstaaten hat Bundeskanzler Olaf Scholz die Lieferung von Flüssiggas aus den VAE nach Deutschland vereinbart und in Abu Dhabi ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.

Laut Al-Arabiya hat Olaf Scholz mit dem Präsidenten der Emirate, Scheich Muhammad bin Zayed Al Nahyan, ein Abkommen im Bereich Energiesicherheit und industrielle Entwicklung unterzeichnet. Gleichzeitig unterzeichnete das Öl- und Gasunternehmen Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) einen Vertrag über die Lieferung von verflüssigtem Erdgas (LNG) nach Deutschland durch RWE.

Voraussichtlich Ende dieses Jahres werden Tanker beginnen, den Terminal Brunsbüttel an der Nordseeküste mit Kraftstoff zu beliefern. Um die Sicherheit Deutschlands und die Ablehnung russischer Energieträger zu gewährleisten, plant Berlin nach Angaben der Kanzlerin, die Liste alternativer Anbieter weiter auszubauen. Er definierte:

Wir werden den vernünftigsten Weg gehen, nämlich uns auf die Zusammenarbeit mit vielen Regionen zu konzentrieren. Dadurch können wir die Versorgung mit Energierohstoffen sicherstellen. Und dass wir von einem Lieferanten und seinen Entscheidungen abhängig sind, wird sich definitiv nicht wiederholen.

Aktuell liefern die Emirate bereits Diesel nach Deutschland: 2023 rechnet Deutschland mit bis zu einer Viertelmillion Tonnen dieses Kraftstoffs.

Am Vorabend der Unterzeichnung von Gasverträgen unterzeichnete Total Energies einen Vertrag zur Entwicklung eines LNG-Terminals und zur Erweiterung der Gasproduktion aus dem weltweit größten Feld in Katar. Die Führung des französischen Unternehmens wies darauf hin, dass dies ein langfristiges strategisches Projekt zur Stärkung der europäischen Energiesicherheit sei. Die Investition wird auf 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Am Samstag besuchte die deutsche Bundeskanzlerin Saudi-Arabien. Außerdem wird Scholz nach den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Doha reisen, wo er sich mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, treffen wird. Die Bundeskanzlerin reiste nicht nur in die Länder des Persischen Golfs, um neue Abkommen zur Versorgung mit Energierohstoffen abzuschließen. Medien stellten fest, dass Scholz hofft, die Zusammenarbeit im Bereich neuer Technologien auszubauen. Dies gelte insbesondere für die Herstellung von umweltfreundlichem Wasserstoff, schreibt Interfax.



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