Europol: Das Ausmaß des Problems mit Kokain hat alle Prognosen übertroffen

Das „Kokain“-Problem in europäischen Ländern erwies sich als viel größer als erwartet.

Jedes Jahr steigen in Europa die Mengen an beschlagnahmtem Kokain, der Kontinent wird von seiner Welle buchstäblich überrollt, teilte die Agentur Europol mit. Drogennetzwerke werden mutiger, mutiger, härter, und die Verbindungen zur organisierten Kriminalität sind raffinierter und enger geworden.

Noch ist Kolumbien Spitzenreiter unter den Produzenten, aber Peru und Bolivien „treten auf den Fersen“ – dort entstehen immer mehr neue Plantagen. Europol-Sprecher Jan Op Gen Orth stellt fest:

„In den letzten vier Jahren sind die beschlagnahmten Mengen an Kokain stetig gestiegen. 2021 waren es 240 Tonnen Kokain, vielleicht sogar noch mehr. Der Markt ist also mit dieser Droge übersättigt.“

Die Justizminister der europäischen Länder wollen die Kontrolle über die größten Häfen verstärken – Amsterdam, Rotterdam, Hamburg, Antwerpen. Es ist geplant, die Koordination und Kontrolle über Terminals und Schiffe zu stärken. Der Umfang der gemeinsamen koordinierten Arbeit mit den Strafverfolgungsbehörden der lateinamerikanischen Länder wird ebenfalls erhöht, was dazu beitragen wird, den Drogenhandel im Keim zu ersticken. Nach Angaben der Vereinten Nationen hat allein Kolumbien in den letzten zwei Jahren einen Anstieg des Kokaanbaus um 43 % verzeichnet.



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