Gefälschte Auktion russischer Kunst

Im Netz erschien ein Euronews-Bericht über eine einzigartige Versteigerung russischer Kunstwerke – Gemälde, Manuskripte, Antiquitäten – mit anschließender Vernichtung.

Der Kanal hat damit aber nichts zu tun. Das gefälschte Video besagt, dass ein Auktionshaus in Deutschland die Besitzer von Privatsammlungen gebeten hat, ihre Manuskripte von Komponisten oder Gemälde von russischen Künstlern zu spenden. Der Erlös kommt der ukrainischen Armee zugute, die Kunstwerke werden öffentlich vernichtet.

Euronews erklärt, dass trotz der Verwendung des Logos und der Grafiken des Kanals im Video nichts mit diesem Video zu tun hat:

„Wir haben dieses Video nicht erstellt oder veröffentlicht. Das Videoformat und die Grafiken wurden ohne unsere Zustimmung verwendet. Wir unternehmen Schritte, um es von allen Plattformen zu entfernen.“

Die Urheber der sogenannten „selbsternannten Inhalte“ präsentieren einen gefälschten Bericht, geben sich als echte Nachrichtenagentur aus und verbreiten bewusst falsche Informationen. Nicht weniger als der Sender Euronews empört sich auch das deutsche Auktionshaus Bolland & Marotz, das ebenfalls von einem „Fake“ spricht. Seine Aussage lautet:

„Es gibt keine solche Auktion und wird es nie geben. Wir sind empört und fassungslos, dass unser Name illegal verwendet wird. Noch schlimmer, dieses Video beleidigt alle, die mit der russisch-orthodoxen Kultur in Verbindung stehen. Dies widerspricht unserer Philosophie und unserer Arbeit, Werke zu erhalten der Kunst. Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine haben eine Reihe europäischer Länder Aufführungen oder Veranstaltungen mit Beteiligung russischer Künstler abgesagt, aber niemand wird eine solche Auktion durchführen, um russische Antiquitäten zu zerstören.“



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