Griechische Wasserstoffstrategie

Griechenland setzt sich ehrgeizige Ziele für die Produktion von grünem Wasserstoff, einem Kraftstoff, der die Energiewende vervollständigen wird, indem er fossile Brennstoffe in schwer zu elektrifizierenden Sektoren wie Schwerindustrie und Verkehr ersetzt.

Dieses Programm wird durch eine nationale Politik umgesetzt, die auf den ebenso ehrgeizigen Zielen der Europäischen Union im Rahmen ihrer Strategie zur Klimaneutralität (Fit for 55) und zur Ablehnung russischer Kraftstoffe (REPowerEU) basiert.

Unter diesen Bedingungen entwickelt Griechenland seine eigene Strategie, Wasserstoff in seinen Energiemix zu integrieren und behauptet, dank der durch sein Territorium verlaufenden und zukünftig geplanten Erdgaspipelines ein grüner Wasserstoffknotenpunkt zu sein*. Die EastMed-Gaspipeline könnte zu einer „Wasserstoff-Versorgungsleitung werden EU langfristig“, so ein kürzlich im Handelsblatt erschienener Artikel der griechischen Generalsekretärin für Energie Alexandra Sduku.

Der Fahrplan für die Integration von Wasserstoff in den Energiemix des Landes wurde von einem 20-köpfigen Ausschuss des Innenministeriums fertiggestellt und wird voraussichtlich am kommenden Montag bei einer Sonderveranstaltung vorgestellt, die gemeinsam von der European Hydrogen Association und den regionalen Behörden Kretas organisiert wird. Westmazedonien und Thessalien sowie die Kommission zur Entwicklung der Nationalen Wasserstoffstrategie.

Im Jahr 2040 wird Griechenland gemäß der Strategie in der Lage sein, etwa 3 Tonnen Öläquivalent (Mtoe) grünen Wasserstoff zu produzieren und 1 Mtoe zu exportieren, und im Jahr 2050 wird es in der Lage sein, 7,4 Mtoe zu produzieren und 2,3 Mtoe zu exportieren, was entspricht zu Exporten im Wert von 1,6 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Gesamtumsatz der Wasserstoffversorgungskette in Griechenland wird im Jahr 2050 rund 10 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Bis dahin werden etwa 60 Gigawatt erneuerbare Energie für den Betrieb der Elektrolyseanlagen benötigt (30 GW bis 2040). Die nationale Strategie sieht beschleunigte Verfahren zur Genehmigung von Erneuerbare-Energien-Projekten zur Wasserstofferzeugung, Genehmigung und Netzanbindung sowie staatliche Förderungen bis 2030 aufgrund der Unausgereiftheit der Technologie vor, was die Investitionskosten sehr hoch macht.

* Rohre für Gas oder Öl, nicht gut zum Pumpen von verflüssigtem Wasserstoff und bedürfen einer speziellen, sehr aufwendigen Aufbereitung bzw. des Einsatzes konsistent Pumpen, Gasmengen – Wasserstoff – Gas.



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