14-jähriger Junge wegen Mordes an älterem Bruder angeklagt


Ein Staatsanwalt in Athen klagte den 14-Jährigen wegen mutmaßlichen Mordes, Waffenbesitzes und Waffengebrauchs an, nachdem er am Donnerstagabend gestanden hatte, seinen 17-jährigen Bruder erschossen und getötet zu haben.

Die Leiche des Jungen wurde am Donnerstag gegen 17 Uhr von Radfahrern im verlassenen Industriegebiet Mandry im Westen Attikas entdeckt.

Medienberichten zufolge fand die Polizei neben der Leiche zwei Hülsen eines Jagdgewehrs, das Opfer hatte eine Schusswunde im Nacken.

Zwei Brüder gingen in die Gegend, um die Schafe des Familienunternehmens zu hüten.

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Als der jüngere Bruder nach Hause zurückkehrte, hatte er offenbar ein Gespräch mit seinem Vater, woraufhin beide verschwanden und gegen 23 Uhr auf der zentralen Polizeiwache des Großstadtbezirks Attika (GADA) erschienen. Er wurde einem Staatsanwalt und dann einem ermittelnden Jugendrichter vorgeführt. Der Teenager sagte, er habe seinen Bruder versehentlich getötet. Ihm zufolge haben sie ein Wildschwein gejagt, und er hat versehentlich seinen Bruder anstelle des Tieres geschlagen.

Der Anwalt des Teenagers, Herr Ioannis Verras, sagte gegenüber ANT1, dass der Teenager nicht geschossen habe, um seinen Bruder zu töten, sondern auf ein Wildschwein, aber versehentlich das Opfer getroffen habe. Am Samstagnachmittag wurde der Junge in Gewahrsam genommen, ihm wurde bis Dienstag Zeit gegeben, um auszusagen. „Dies ist ein Fall von fahrlässiger Tötung“, sagte Mr. Verras. Er betonte, dass, wenn ein Teenager für schuldig befunden wird, der Staat ihn aufgrund seines Alters und auf der Grundlage des Strafgesetzbuchs nicht für seine Tat zur Rechenschaft ziehen kann. „Ihm können nur Verwaltungsstrafen auferlegt werden“, fügte Herr Verras hinzu.

Unterdessen wurde der Vater des Jungen, der am Freitag ebenfalls von der Polizei festgenommen wurde, freigelassen, bis Ermittlungen wegen möglicher Kindesvernachlässigung und des Besitzes von Schusswaffen eingeleitet wurden.

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Was sagen die Gerichtsmediziner?

Eine Stichwunde am Hals und ein Schuss aus kurzer Distanz – das sind die Schlussfolgerungen der Gerichtsmediziner zum Tod eines Mannes aus Mandra. Die Experten kamen zu dem Schluss, dass ihre Schlussfolgerung mit der Aussage des Bruders des Opfers übereinstimmt, der zuvor der Staatsanwaltschaft vorgeführt wurde. Im Bericht der gerichtsmedizinischen Untersuchung gibt es zwei Schlussfolgerungen:

  • Der 17-Jährige hatte eine Kopfverletzung, und die Entfernung, insbesondere die Richtung und Höhe, aus der er geschossen wurde, stimmen mit dem Körperbau und den Worten des 14-Jährigen überein.
  • Das Opfer hat keine Anzeichen von kürzlichem oder vergangenem Missbrauch.

Die Kinderschutzorganisation Child’s Smile teilte den Medien mit, dass sie in den letzten zwei Jahren zwei anonyme Beschwerden gegen die Familie wegen Kindesmissbrauchs durch den Vater und Kindesvernachlässigung durch beide Elternteile erhalten habe. Es gibt 9 Kinder in der Familie und laut Beschwerden gingen die Kinder 2022 nicht zur Schule.

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Die Wohltätigkeitsorganisation fügte hinzu, dass sie die Staatsanwaltschaft über die Beschwerden informiert habe. Berichten zufolge baten die Behörden den forensischen Experten, die verbleibenden 8 Kinder auf Anzeichen von Missbrauch zu untersuchen.



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