Inflation und Energiekrise bankrotte Europäer


Italiener und Griechen beurteilen die Situation am schärfsten: 70 % bzw. 68 % geben an, „besorgt“ oder „sehr besorgt“ zu sein.

Jeder vierte Europäer bezeichnet seine finanzielle Situation als prekär. Gleichzeitig haben 80 % der Einwohner von sechs europäischen Ländern, darunter Griechenland, ihre Ausgaben bereits stark reduziert. Eine Umfrage der französischen humanitären Organisation Secours Populaire und des Forschungsunternehmens Ipsos zeigt, dass nein Alle europäischen Länder waren gleichermaßen betroffen: 25 % der Polen gaben an, dass ihre Kaufkraft gestiegen sei. Am anderen Ende dieses Optimismus stehen die Griechen, von denen 68 % einen erheblichen Kaufkraftverlust melden.

Die durch hohe Energiepreise, anhaltende Inflation und Krieg in der Ukraine angeheizte Lebenshaltungskostenkrise zeige, dass „der Kontinent am Abgrund steht“, so die Organisation. 63 % der Franzosen geben an, dass ihre Kaufkraft seit 2019 „ein wenig“ oder „sehr wenig“ zurückgegangen ist, ebenso wie 57 % der Italiener, 54 % der Deutschen, 48 % der Briten und 38 % der Polen.

64 Prozent der Bürger in den sechs befragten Blockländern gaben an, dass sie sich „oft“ oder „manchmal“ nicht entscheiden können, welche Ausgaben sie kürzen sollen. Und wenn 28 % sagen, dass sie bereits in der zweiten Woche eines jeden Monats das Auszahlungslimit von ihrem Bankkonto überschreiten, dann machen sich 27 % Sorgen, dass sie auf der Straße sein könnten. Im Durchschnitt der sechs Länder bezeichneten 27 % der Befragten ihre finanzielle Situation als „wackelig“ und interpretierten den Begriff als „die Fähigkeit, sich aufgrund kleiner unerwarteter Ausgaben komplett auf den Kopf zu stellen“. 55 % sagten, sie müssten „aufpassen“.

Die meisten Europäer blicken nicht optimistisch in die Zukunft: 55 % der Befragten gaben an, dass sie einem „großen“ oder „erhöhten“ Risiko finanzieller Probleme ausgesetzt seien, während 17 % diese Wahrscheinlichkeit als „sehr hoch“ einstuften.

Italiener und Griechen sind am unverblümtesten, wobei 70 % bzw. 68 % sagen, dass sie „besorgt“ oder „sehr besorgt“ sind. 47 % der Befragten im Vereinigten Königreich und 42 % in Frankreich gaben ein „erhebliches“ Risiko einer finanziellen Notlage an.

Eltern stehen in sechs europäischen Ländern unter dem größten Druck. 72 % von ihnen gaben an, dass sie ihre Ausgaben für persönliche Unterhaltung, Körper- und Haarpflege sowie Kleidung auf ein Minimum beschränkten, um die Lebensqualität ihrer Kinder nicht zu beeinträchtigen. Fast die Hälfte (48 %) der Eltern gab an, ihre Lebensmitteleinkäufe regelmäßig einzuschränken, um ihre Kinder gut zu ernähren. 66 % geben zu, dass sie die Aktivitäten ihrer Kinder, wie Reisen und Urlaub, aufgrund eines begrenzten Familienbudgets einschränken mussten. 49 % der Eltern äußern sich besorgt darüber, dass sie in Zukunft nicht in der Lage sein werden, für die Bedürfnisse ihrer Kinder zu sorgen.

Die Studie ergab, dass deutsche Rentner (61 %), junge Menschen in Italien (57 %) und Alleinerziehende in Großbritannien (55 %) am häufigsten von Armut betroffen sind.



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