Wie viel Kapital haben ausländische Investoren in den griechischen Immobilienmarkt investiert?


Laut den von inländischen Banken gesammelten Daten der Bank of Greece (BoG) flossen zwischen 2017 und 2021 über 5 Milliarden Euro an ausländischen Geldern in die griechische Wirtschaft, um Immobilien zu kaufen.

Laut Daten der Bank of Greece (BoG) flossen zwischen 2017 und 2021 mehr als 5 Milliarden Euro ausländischer Mittel in die griechische Wirtschaft auf dem Immobilienmarkt. Dieser Betrag steigt auf fast 5,8 Milliarden Euro, wenn man die 788 Millionen Euro berücksichtigt, die in der ersten Hälfte dieses Jahres in den griechischen Immobilienmarkt investiert wurden, 61 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„Goldenes Visum“

Ohne die Pandemie, die diese „Welle“ gestoppt hat, wäre dieser Betrag viel höher gewesen. Allerdings werden laut der Bank of Greece im Zeitraum 2017-2021 „nur“ 1,85 Milliarden Euro (1,52 Milliarden Euro innerhalb EU) kamen aus Ländern innerhalb der EU im Vergleich zu 3,27 Milliarden Euro von außerhalb der EU, was die Wirkung des Programms zeigt „Goldenes Visum“. Es begann Mitte 2014, zahlte sich aber erst 2017 wirklich aus, hauptsächlich aufgrund der niedrigen Preise auf dem griechischen Markt und der wachsenden Beliebtheit von Kurzzeitmieten. Denken Sie daran, dass es derzeit überarbeitet wird und die wichtigste geplante Änderung die Verdoppelung des Mindestinvestitionsbetrags für den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis von 250.000 auf 500.000 Euro ist.

Dieses Muster spiegelt sich auch in einzelnen Ländern wider. Der Anteil der Gelder chinesischen Ursprungs ist dominant und erreichte zwischen 2017 und 2021 1,2 Milliarden Euro, mit Zuflüssen von 437 Millionen Euro direkt aus China und 973 Millionen Euro aus Hongkong.

Diese Entwicklung lässt sich durch die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen in China in den letzten Jahren erklären, die beispielsweise im Jahr 2020 pandemiebedingt die Kapitalzuflüsse aus China auf nur noch 23 Millionen Euro im Vergleich zu 137 Millionen Euro aus Hongkong reduzierten. Weitere 167 Millionen Euro kamen aus Singapur, von denen ein großer Teil mit chinesischen Investoren in Verbindung gebracht werden soll, da die Zahl 2017 nur 1 Million Euro betrug und 2019 auf 63 Millionen Euro stieg.

Im Jahr 2021 stammten 40,2 % des auf dem griechischen Immobilienmarkt investierten ausländischen Kapitals aus EU-Ländern, nämlich 473 Millionen Euro von insgesamt 1,17 Milliarden Euro. 2020 wird der entsprechende Anteil bei 37 % liegen, während im bisher besten Jahr 2019 mit einem Gesamtzufluss von 1,45 Milliarden Euro der Anteil der Käufer aus der EU 23,3 % nicht überstieg. Der Aufwärtstrend ist jedoch deutlich, mit 473 Millionen Euro Investitionen im Jahr 2021 gegenüber 108 Millionen Euro im Jahr 2017.

Chinesische Dominanz auf den Immobilienmärkten unter Ausländern – für den 5-Jahres-Zeitraum 2017-2021. insgesamt flossen 5 Milliarden Euro ausländisches Kapital ins Land.

Unter den Europäern liegen Käufer aus Zypern an erster Stelle – 466 Millionen Euro, und Käufer aus Deutschland (darunter viele Expatriates) investierten 312 Millionen Euro. Bemerkenswert ist, dass 2021 der entsprechende Betrag mehr als doppelt so hoch war – sowohl 2020 (61 Millionen Euro) als auch 2019 (60 Millionen Euro). Ein ähnlicher Trend ist bei französischen Käufern zu beobachten, die 2021 80 Millionen Euro in Griechenland investieren, verglichen mit 37 Millionen Euro im Jahr 2020 und 36 Millionen Euro im Jahr 2019. Insgesamt beträgt das französische Kapital auf dem griechischen Immobilienmarkt seit 2017 200 Millionen Euro.

Aus der Schweiz

Weitere 391 Millionen Euro kamen aus der Schweiz, die bekanntermaßen Bankkonten für Investoren aller Nationalitäten (vielleicht sogar griechische) hat, und britische Käufer gaben 176 Millionen Euro für Immobilien in Griechenland aus, vielleicht weniger als man aufgrund der Zahl erwarten würde Touristen besuchen jährlich beliebte Touristenziele des Landes.

Ebenso liegen israelische Investoren mit 161 Millionen Euro auf dem griechischen Immobilienmarkt auf Platz 10 und konzentrieren sich darauf, alte Wohnungen oder sogar ganze Wohnblöcke zu kaufen, sie zu renovieren und sie dann durch Kurz- oder Langzeitmiete zu betreiben. Auch die Investitionstätigkeit aus Bulgarien verdient Aufmerksamkeit, da zwischen 2017 und 2021 125 Millionen Euro investiert wurden.

Die obigen Zahlen werden auch durch die Nachfrage von Brokern und Online-Werbeplattformen wie Spitogatos.gr bestätigt. Herr Dimitris Melahroninos, CEO dieses Werbenetzwerks, stellte vor einigen Wochen eine Studie vor, aus der hervorgeht, dass 15 % der Suchanfragen von ausländischen potenziellen Käufern stammen, wobei Deutsche die mit Abstand größte Gruppe sind. „Das sind sowohl deutsche als auch griechische Auswanderer, die im ganzen Land, aber hauptsächlich in Thessaloniki und Chalkidiki, nach Immobilien suchen, und ihr verfügbares Budget beträgt durchschnittlich 170.000 Euro“, sagte Melahronos.

Amerikaner

Als nächstes kommen US-Käufer, ebenfalls mit erheblichem Auslandsinteresse, die auch das höchste Budget von 350.000 € für Immobilien mit durchschnittlich 125 m² haben. Sie leben bevorzugt auf den Kykladen und in den südlichen Vororten Attikas. Auch die Nachfrage aus Frankreich wächst stark und stetig, mit Schwerpunkt auf den Kykladen, insbesondere der Insel Paros und sekundär dem Zentrum Athens.



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