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Einkommen 2023: Gehalts- und Rentenerhöhungen, Steuersenkungen und wen es betrifft

Eine Reihe von Neuerungen, die nach Angaben des Finanzministeriums dazu beitragen sollen, das Einkommen der Bevölkerung teilweise zu stärken und die Folgen der hohen Inflation abzumildern, will die Regierung ab Anfang des Jahres umsetzen.

Laut APE-MPE handelt es sich bei dem in Betracht gezogenen Maßnahmenpaket sowohl um dauerhafte als auch um dringende Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 4,2 Milliarden Euro. Dazu gehören die Abschaffung ebenso wie Steuersenkungen, Lohn- und Rentenerhöhungen, Sozialleistungen, Sonderleistungen etc.

Durch die Abschaffung des Solidaritätsbeitrags und des Sonderbeitrags von 1 % zugunsten des Sozialfonds (Ταμείου Πρόνοιας) erhalten Beamte ab dem ersten Monat des neuen Jahres als erste eine Gehaltserhöhung. Darüber hinaus sehen Rentner auf ihren Konten einen erhöhten Betrag, den sie erhalten. Eine Erhöhung der Einnahmen der Ärzte des Nationalen Gesundheitsdienstes und des Generalstabs der Streitkräfte wird ebenfalls erwartet.

Neben einer direkten Lohnerhöhung ist auch eine indirekte Einkommensstärkung durch Steuersenkungen oder -einfrierungen vorgesehen. Insbesondere durch das „Einfrieren“ der Bauumsatzsteuer, die Kapitalertragsteuer und die Verlängerung des „Bonus“ für die Immobiliensanierung um weitere zwei Jahre sowie die Senkung der Mehrwertsteuersätze für Cafés wird der Immobilienmarkt weiterhin unterstützt , Restaurants, Transport werden bis Ende Juni 2023 verlängert.

Das Maßnahmenpaket für 2023 umfasst insbesondere:

  • Solidaritätsabgabe (Εισφορά αλληλεγγύης): dauerhafte Abschaffung für alle Steuerzahler. Damit stehen nach den Beschäftigten der Privatwirtschaft Beamte und Rentner an der Reihe, deren Bezüge ab dem ersten Monat des neuen Jahres steigen. Der Jahresfreibetrag für Steuerpflichtige (mit einem Einkommen von mehr als 12.000 Euro) beginnt bei 22 Euro und kann bei höheren Einkommen 676 Euro übersteigen. Bei einem Beamten mit einem Jahreseinkommen von 18.000 Euro beträgt die Leistung beispielsweise etwa 132 Euro pro Jahr.
  • Versicherungsprämien: eine dauerhafte Senkung um drei Prozentpunkte für Arbeitnehmer des privaten Sektors.
  • Renten: Einkommenssteigerung der Rentner aller Kassen um 7,75 %. Die Maßnahme betrifft 94,6 % der Senioren.
  • Beibehaltung der Mehrwertsteuervorzugssätze bis Juni 2023 auf Personenbeförderungsleistungen, Erfrischungsgetränke und deren Vertriebsleistungen, Kino-, Theater- und Konzertkarten, Fitnessstudios und Tanzschulen sowie Reisepakete.
  • Aussetzung der Mehrwertsteuer für Neubauten bis Ende 2024.
  • Quellensteuerbonus bei Wohnungsrenovierungen und -sanierungen.
  • Aussetzung der Kapitalertragssteuer von 15 % bei Immobilienverkäufen bis Ende 2024.
  • Subventionierung der Installation von Photovoltaikmodulen in Haushalten, Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben zur Energieeinsparung.
  • Die Programme Renovieren/Sparen und Renovieren/Mieten, die Zuschüsse für Reparaturen und Energieeinsparungen in Wohnungen bieten, sowie ein Soft Loan-Programm für den Kauf einer Erstwohnung durch junge Menschen und Paare bis 39 Jahre.
  • Verlängerung des Mutterschaftsgeldes im privaten Sektor von 6 auf 9 Monate, um das Problem der geringen Fruchtbarkeit anzugehen (Budget – 64 Millionen Euro).
  • Erhöhtes Wohngeld zur Unterstützung von Studierenden, die auswärts studieren.
  • Reform der Berechnung des Sondergehalts der Ärzte des Nationalen Gesundheitsdienstes.
  • Anhebung der Gehälter der Führung der Streitkräfte.
  • Anhebung des Mindestlohns ab Mai 2023.



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