Demonstranten zündeten Ausrüstung an, die ein Migrantenlager auf Lesbos baut, vier wurden festgenommen

Am Dienstag sagten die Behörden, vier Personen seien auf der griechischen Insel Lesbos nach „einem Ausbruch von Gewalt“ festgenommen worden, als sie gegen Pläne zum Bau eines neuen Migrantenlagers protestierten.

Nachdem eine kleine Gruppe von Demonstranten am Montag bei starkem Regen friedlich zur Baustelle marschiert war, zündete sie Erdbewegungsmaschinen an, die von einem Auftragnehmer verwendet wurden, der mit den Arbeiten an dem 87,5 Millionen Euro (100 Millionen US-Dollar) teuren Projekt begonnen hatte.

In einer Erklärung der Polizei vom Dienstag hieß es, die vier Verdächtigen seien wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Brandstiftung und Sachbeschädigung angeklagt. Die Identitäten von sechs weiteren Personen, die angeblich an der Gewalt beteiligt waren, wurden identifiziert.

Das Gefangenenlager in Plati, 30 km nördlich der Hauptstadt der Insel Mytilene, soll laut Plan der Behörden vor 1,5 Jahren in Betrieb genommen werden und bis zu 3.000 Migranten und Asylsuchende aufnehmen, denen der Flüchtlingsstatus verweigert wurde.

Lesbos war 2015-2016 der geschäftigste Eingangspunkt in die Europäische Union, als Hunderttausende von Flüchtlingen aus Kriegen in Syrien, im Irak und anderswo aus der Türkei nach Westen zogen.

Ein stark überfülltes Flüchtlingslager in Moria im Süden der Insel wurde 2020 durch ein Feuer zerstört, das nach Angaben griechischer Behörden von Lagerbewohnern absichtlich entzündet und durch eine provisorische Unterkunft ersetzt wurde.

Die Europäische Union finanziert den Bau neuer Lager auf fünf griechischen Inseln vor der türkischen Küste. Die neuen Einrichtungen schränken die Bewegungsfreiheit ein und ziehen Kritik von Menschenrechtsgruppen auf sich.

Lokale Behörden auf Lesbos unterstützen die Proteste und haben damit gedroht, die griechische Regierung zu verklagen, um zu versuchen, das Projekt zu stoppen.



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