Warum Griechen Putin so sehr lieben

„Warum schätzen die Griechen Putin?“. Diese Frage stellte sich die Ausgabe der Deutschen Welle, die einen Blick auf die griechisch-russischen Beziehungen von Kolumnist Gerd Heller warf und Presseveröffentlichungen analysierte.

Im Redaktionsnetzwerk Deutschland sagt ein Journalist:

„Kein anderes Land EU Wladimir Putin wird nicht so geschätzt wie in Griechenland. Diese Sympathie hat religiöse, historische und ideologische Wurzeln. Aber wenn es um Putin und seinen Krieg geht, ist das Land tief gespalten.“

Heller betont, dass eine einzige Religion als starkes Band zwischen Russland und Griechenland fungiert:

„In Griechenland und Russland ist die Orthodoxie immer noch eine wichtige Quelle des Nationalismus. Dies erklärt die Sympathie eines bedeutenden Teils der griechischen Rechten und des Klerus für Russland. Aber diese Sympathie hat auch historische Wurzeln. Jetzt ist der Krieg ein großer Test der griechischen Sympathie für Russland, denn die griechische Minderheit in der Ukraine zählt etwa 150.000 Menschen. Laut der Umfrage sind nur 26 % der Griechen dafür, der Ukraine zu helfen. Gleichzeitig sagen 68 %, dass sie mit der Politik der griechischen Regierung unzufrieden sind – dieser Prozentsatz kann Anhänger der Neuen Demokratie umfassen. ND ist seit 2011 eine Schwesterpartei von Putins Partei Einiges Russland. Und Putins Unterstützer innerhalb der Partei könnten dem griechischen Ministerpräsidenten vor der nächsten Wahl zum Problem werden.“

Tagesshau (Nachrichtensendungen und Kurzberichte staatlicher Fernsehsender) kommentiert die Aufnahme von Flüchtlingen in Griechenland heute im Vergleich zur Flüchtlingskrise 2015 und unterscheidet dabei zwischen „echten“ und „falschen“ Flüchtlingen, stellt fest Deutsche Welle. So präsentiert das Nachrichtenmagazin des Ersten Senders des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens ARD einen bissigen Kommentar von Verena Selter:

„Dass sich die Prioritäten des Einwanderungsministeriums geändert haben, zeigt nur seine Homepage im Internet: In der Mitte befindet sich eine Auflistung einzelner Seiten der Einwanderungsbehörde. Bis vor kurzem stand oben auf der Seite auf Englisch: „I want to return to my country“ und enthielt Informationen darüber, wie Flüchtlinge am einfachsten in ihr Land zurückkehren können (…). Aber in den letzten Wochen hat sich die Seite dramatisch verändert. Die ersten beiden Punkte sind ukrainischen Flüchtlingen gewidmet: Organisatorisches und Spendenmöglichkeiten. Zum besseren Verständnis gibt es sogar kleine Herzen in den Farben der ukrainischen Flagge – ein Symbol für die neue Herzlichkeit der griechischen Regierung.“

Der Artikel hebt als Zusammenfassung hervor:

„Im Vergleich zu 2015, als Griechenland plötzlich nicht bereit war, sich Hunderttausenden von Flüchtlingen zu stellen, als es nicht einmal Infrastruktur gab, geschweige denn das Einwanderungsministerium, fungierten viele als Vermittler. Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass Griechenland inzwischen in der Lage ist, Menschen schnell und unbürokratisch aufzunehmen. Aber ob und wie das am Ende geschieht, hängt allein vom politischen Willen ab.“

Auflage newsbeast.gr erinnert daran, dass Dimitris Avramopoulos, der damalige Vizepräsident der Neuen Demokratie, 2011 nach Moskau reiste, um eine Kooperationsvereinbarung und eine strategische Vereinbarung zwischen den beiden Seiten zu unterzeichnen. Nach der Unterzeichnung gab er folgende Erklärung ab:

Wir haben mit dem Präsidenten des russischen Parlaments, Boris Gryzlov, eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der Neuen Demokratie und der Partei Einiges Russland unterzeichnet. Diese Vereinbarung spiegelt das Vertrauens- und Solidaritätsverhältnis zwischen beiden Seiten wider. Die Verbindungen und Beziehungen, die von den Regierungen und der Partei Neue Demokratie von Konstantinos Karamanlis bis heute entwickelt und vertieft wurden, haben bedeutende Ergebnisse gebracht. In diesem Zusammenhang erstreckt sich die strategische Vereinbarung zwischen unseren Parteien auf die internationale, nationale und regionale Ebene, einschließlich einer Reihe von Bereichen von strategischer Bedeutung. Dieses Abkommen legt eine solide Grundlage zwischen den Parteien „Neue Demokratie“ und „Einheitliches Russland“ – in Bezug auf Perspektive und zeitliche Tiefe.



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