Griechischer Ombudsmann: 308 Fälle von Polizeimissbrauch im Jahr 2021 registriert

Der am Donnerstag veröffentlichte Bericht 2021 des griechischen Ombudsmanns stellt insgesamt 308 gemeldete Fälle von Missbrauch von Jugendlichen und anderen schutzbedürftigen Gruppen durch Strafverfolgungsbeamte aufgrund ihrer nationalen, ethnischen oder rassischen Herkunft fest.

Eine unabhängige Stelle, die auch als nationale Falluntersuchungsstelle fungiert Willkürlicher Missbrauchdarauf hingewiesen, dass die meisten dieser Vorfälle sind nicht gründlich untersucht worden. Die meisten Disziplinarvergehen waren empfohlen zu schließenund in Fällen, in denen der Bürgerbeauftragte zusätzliche Sanktionen empfahl, waren die für Polizeibeamte vorgeschlagenen Strafen rein symbolischer Natur.

Wie gesetzlich vorgeschrieben, wurden Anordnungen für interne Disziplinaruntersuchungen nach Missbrauchsberichten von der griechischen Polizei und der griechischen Küstenwache sowie von Frontex und dem Staatsrat an den Ombudsmann geschickt, teilte das Büro des Ombudsmanns mit.

Der Bericht fügte hinzu, dass die Zahl der öffentlichen Vorwürfe über beleidigendes Verhalten von Sicherheitspersonal im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 41 % gestiegen sei. 62 % aller Fälle betrafen Körperverletzung oder Missbrauch der persönlichen Freiheit und 14 % betrafen rassistische Motive oder Diskriminierung.

Außerdem misshandelte die Polizei vor allem junge Menschen, oft Minderjährige. Im Allgemeinen gab es im Vergleich zu 2020 einen Rückgang bei Körperverletzungen oder Lebensbedrohungen (-8 % bzw. -2 %), aber eine Zunahme von rassistischem oder diskriminierendem Verhalten (+4 %), illegalem Waffengebrauch (+3 %), Folter (+2 %) und Beleidigungen im Zusammenhang mit der Geschlechtsorientierung (+1 %). Aber höchstwahrscheinlich lag dies an den massiven Quarantänemaßnahmen der Coronavirus-Pandemie, als mehr als 8 Monate lang fast die gesamte Bevölkerung des Landes zu Hause saß.

Versäumnis, diese Fälle vor Gericht zu bringen verstößt gegen Richtlinienvom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingerichtet, sagte der Ombudsmann.

Abschließend erwähnt der Bericht, dass im Jahr 2021 21 Fälle illegaler Abschiebungen (Flüchtlinge und Migranten auf Schiffen) den Behörden gemeldet wurden. In diesen Fällen wurden die Opfer oft nicht richtig befragt, einige fotografische oder andere Beweise gingen verloren, und einige Vorfälle wurden so dargestellt, als hätten sie sich außerhalb der griechischen Hoheitsgewässer ereignet.



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