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Die Zahl der Todesopfer von Journalisten steigt 2022 stark an

Das Sterben von Journalisten im Jahr 2022 hat ein Maximum erreicht. Nach Angaben der International Federation of Journalists sind in diesem Jahr weltweit 67 Medienschaffende gestorben. Der Anstieg der Todesfälle wurde vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, des Chaos in Haiti und der Aktivitäten krimineller Gruppen in Mexiko festgestellt.

So heißt es im Jahresbericht der International Federation of Journalists (IFJ), der am 9. Dezember veröffentlicht wurde. Nach Angaben der in Brüssel ansässigen Organisation wurden seit Anfang des Jahres weltweit 67 Journalisten getötet, gegenüber 47 im vergangenen Jahr. Die Ukraine ist das gefährlichste Land, wo 12 Medienschaffende getötet wurden, als sie über einen militärischen Konflikt berichteten – mehr als in jedem anderen Land in diesem Jahr. Die meisten von ihnen sind Ukrainer, aber es gibt auch Vertreter anderer Nationalitäten, zum Beispiel den amerikanischen Dokumentarfilmer Brent Reno. Viele Todesfälle ereigneten sich in den ersten Wochen einer umfassenden russischen Invasion, stellt IFJ fest.

„Die Zunahme der Morde wurde auch durch den Terror krimineller Organisationen in Mexiko und die Verletzung von Recht und Ordnung in Haiti begünstigt.“ In diesen Ländern wurden 11 bzw. 6 Journalisten getötet. Die höchsten Vorstrafenraten unter Medienschaffenden gibt es in China, Myanmar und der Türkei. Im vergangenen Jahr seien 365 Journalisten inhaftiert worden, heißt es in dem Bericht.

„Der starke Anstieg der Zahl der Morde an Journalisten und anderen Medienschaffenden ist sehr besorgniserregend und ist ein weiterer Weckruf für Regierungen auf der ganzen WeltIFJ-Generalsekretär Anthony Bellanger forderte „Maßnahmen zum Schutz des Journalismus, einer der wichtigsten Säulen der Demokratie“, und fügte hinzu, dass „Untätigkeit nur diejenigen anspornen wird, die versuchen, den freien Informationsfluss zu unterdrücken“.



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