Millennials gehen mit 30 in Rente

Wie ist es, von 30 bis 35 in Rente zu gehen und nie von 09:00 bis 17:00 Uhr zu arbeiten? Das klingt für die meisten Leute nach einem Fantasieszenario. Ist dies möglich, wenn Sie Kinder erziehen, Miete oder Hypotheken, Autoversicherungen oder Stromrechnungen bezahlen müssen? Können alle Ihre Bedürfnisse erfüllt werden, wenn Sie nicht der Sprössling einer wohlhabenden Familie sind oder ein unerwartetes Erbe nicht angenommen haben?

Und doch gibt es einige „Handwerker“, die dieses Szenario zum Leben erweckt haben. Sie sind Teil der Millennial-FIRE-Bewegung und sind in den Ruhestand gegangen, nachdem sie seit ihrem Eintritt in den Arbeitsmarkt nur zehn Jahre gearbeitet haben.

Typisch sind Christine Sen und Bryce Lyng, Autoren der Millennial Revolution. 2015 waren sie noch Mitte 30, als sie ihren Job als Informatiker kündigten. Seit Beginn der Pandemie leben digitale Nomaden in Ländern wie Vietnam, Portugal, Deutschland, Malaysia und Ungarn. Sie reisen auf der Suche nach Ticketrabatten und günstigen Unterkünften. Sie geben kein Geld für teure Kleidung, Schuhe und alles aus, was mit der Zurschaustellung von Reichtum und übermäßigem Konsum zu tun hat.

Von FIRE erfuhr das Paar 2012 durch verschiedene Blogs im Internet. In diesem Jahr dachten sie darüber nach, ein Haus zu kaufen. Sie haben es geschafft, 500.000 Dollar durch harte Arbeit und Sparmaßnahmen bei buchstäblich allem zu sparen. Am Ende entschieden sie, dass sie ihre gesamten Ersparnisse in Immobilien stecken und ohne Unterbrechung weiterarbeiten wollten, nicht das war, was sie wirklich wollten.

Das Paar beschloss, drei Jahre zu arbeiten und seine Ersparnisse zu investieren, um so seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Sie sparten 2018 1 Million US-Dollar (Bargeld und Investitionen). Ihr jährliches Gesamteinkommen betrug 150.000 US-Dollar und sie gaben nur 30% aus. Ihr Beispiel zeigt jedoch, dass man, um der FIRE-Bewegung beitreten zu können, zunächst einen ziemlich gut bezahlten Job bekommen und Verluste vermeiden muss.

So ist es auch bei Peter Adenei, einem der Pioniere der Bewegung. Der 46-Jährige war Software-Ingenieur und war 16 Jahre im Ruhestand. „Rente in der neuen Definition bedeutet, dass man sich für ein anderes Leben entscheiden kann. Außerdem reist man viel um die Welt“, sagt der junge Rentner.

Fortgeschrittene Millennials möchten eine umfassendere Lebensstilphilosophie vermitteln, die die Widerstandsfähigkeit unseres Planeten schützt. Sie sagen Nein zu übermäßigem Konsum, der zur Erschöpfung der Ressourcen, steigenden Temperaturen auf dem Planeten und katastrophalen Naturphänomenen (als Reaktion auf menschliche Eingriffe) führt.





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