Wissenschaftler befürchten ein „Wiederaufleben“ der Grippe in diesem Winter

Wissenschaftler sind besorgt über eine mögliche Grippeepidemie in diesem Winter. Sie führen dies auf die allmähliche Abschwächung der Maßnahmen gegen das Coronavirus zurück – viele Menschen verwenden praktisch nicht einmal Masken. Athenische Ärzte teilen ihre Bedenken.

Theologieprofessor Thanos Dimopoulos, außerordentliche Professorin für Endokrinologie Lina Pashu und Professorin für Präventivmedizin Theodora Psaltopoulou – Ärzte der therapeutischen Klinik der Medizinischen Fakultät der Nationalen und Kapodistrischen Universität Athen – präsentieren die relevanten Daten.

Die saisonale Grippe tötet jedes Jahr zwischen 290.000 und 650.000 Menschen weltweit. Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zog er sich 2020-2021 jedoch „bescheiden in den Schatten“ zurück und wich einem stärkeren und gefährlicheren „Bruder“. Das von der WHO unterstützte FluNet, das globale Gesundheitsdaten überwacht, zeigt, dass der Prozentsatz positiver Influenzatests von April 2020 bis heute konstant niedrig geblieben ist.

In den Vereinigten Staaten beispielsweise wurden für das gesamte Studienjahr 2020-2021 nur 646 Todesfälle durch Influenza registriert, nur 1 Person starb an der Kindergrippe. In Australien wurden für das gesamte Jahr 2021 noch keine Todesfälle durch saisonale Grippe registriert (in den Vorjahren schwankte ihre Zahl zwischen 100 und 1200 Personen).

Die pandemische Reaktion unterdrückte auch einige bakterielle Infektionen, z. B. solche, die Meningitis und Lungenentzündung verursachen, und solche, die mit Sepsis verbunden sind. Dies kann jedoch nicht für absolut alle Viren gesagt werden – Rhinoviren, die die Hauptursache für Erkältungen sind, breiteten sich weiter aus und erhöhten sogar ihre Präsenz. Dies liegt höchstwahrscheinlich an ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Hygienemaßnahmen wie gründlichem Händewaschen und Flächendesinfektion.

Die Situation scheint sich jedoch zu ändern. Viele Viren machen sich auch in der Nebensaison bemerkbar. Von ungewöhnlich niedrigen Niveaus im Jahr 2020 haben sie sich in diesem Frühjahr in den USA verstärkt. Zum Beispiel Infektionen mit dem Atemwegsvirus RSV, die meist leichte Erkältungssymptome verursachen, aber bei Kleinkindern unter 5 Jahren für etwa 5 % der Todesfälle verantwortlich sind. Die Inzidenz von RSV begann im April dieses Jahres zuzunehmen und nimmt derzeit weiter zu.

Laut APE-MPE beunruhigen diese Daten die Wissenschaftler angesichts der Abschwächung der restriktiven Maßnahmen gegen das Coronavirus ernsthaft. Ein wichtiger Aspekt ist die Zunahme der Zahl der Menschen, die während der Quarantänezeit nicht mit der Grippe in Kontakt gekommen sind und keinen immunologischen Schutz dagegen haben.

Weltweit gibt es bereits Hinweise auf eine Zunahme der Zirkulation der Viren H3N2, H1N1 und Influenza B. Im Winter 2019-2020 hat die Influenza eine Rekordzahl von Kindern das Leben gekostet. Die diesjährige Grippeschutzimpfung ist also nicht nur wichtig, sondern unerlässlich.





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