Evros: Proteste gegen den Bau einer neuen Struktur für Flüchtlinge

Eine sehr angespannte Situation herrschte im Aufnahme- und Identifizierungszentrum (KYT) im Grenzgebiet von Evros, wo die Arbeiten beginnen, die Struktur von Flüchtlingen und Migranten – dem Untersuchungsgefängnis (PROKEKA) – auszubauen.

Laut voria.gr machten die Bewohner des Gebiets mobil, als ihnen mitgeteilt wurde, dass Autos und Erdbewegungsmaschinen in das Gebiet gegenüber von KYT gekommen waren, um ein neues Gebäude zu bauen.

Bewohner des Außenpostens, die im vergangenen Jahr wiederholt ihre Ablehnung des Projekts zum Ausdruck gebracht hatten, versammelten sich auf dem Gelände und stellten Fahrzeuge in einer Reihe auf, um zu verhindern, dass Autos vorbeifahren.

Es kam sogar zu einem Gefecht zwischen Arbeitern, die mit Erdarbeiten beschäftigt waren, und Menschen, die versuchten, das Entladen eines an die Baustelle gelieferten Bulldozers zu stoppen. Nur durch das Eingreifen „bedeutender Personen“ scheint das Schlimmste verhindert worden zu sein.

Christos Turbakis, Vorsitzender der Filaki-Gemeinde, ging zu dem Ort, wo er einen Sit-in-Protest abhielt, und die Polizei forderte ihn auf, zu gehen.

Zeugen des Vorfalls berichteten, dass die Polizei ihn gegen seinen Willen mitgenommen habe, obwohl er sagte, er habe Herzprobleme. Nach der Festnahme fühlte er sich unwohl und verlor eine Zeit lang das Bewusstsein. Daraufhin wurde der Vorsitzende in das Gesundheitszentrum Orestiada gebracht, wo er noch immer behandelt wird.

KYT-Erweiterung

Gemäß der Entscheidung der Regierung ist geplant, auf dem Territorium neben dem bestehenden KYT eine neue Struktur zu schaffen – eine Fläche von etwa 72.500 m². und einer Gesamtkapazität von 1500 Personen. Insbesondere ist geplant, 750 Wohnplätze und 750 Plätze in der Untersuchungshaftanstalt, davon 250 Plätze in PROKEKA, zu modernisieren und zu schaffen. Nach Abschluss des Projekts wird die Struktur in die bestehende integriert und bildet ein Ganzes.

Gleichzeitig werden auf dem Territorium Wohn-, Ess- und Unterhaltungsbereiche sowie Arztpraxen, Geschäfte, Schulen, Wäschetrockner, multifunktionale Räumlichkeiten, Verwaltungsbüros und Sicherheitsposten geschaffen. Es werden ein Sportplatz und eine Zone vorgesehen, in der sich die Büros der Reparatur- und Feuerwehrdienste sowie Behandlungseinrichtungen befinden werden. Das Gebäude, das mit einer Umzäunung versehen sein wird, wird auch über ein Wasserversorgungs- und Kanalisationsnetz verfügen.

Die lokalen Behörden glauben, dass diese Entscheidung den Weg für die Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen und Einwanderern in einem geografisch sensiblen Gebiet nahe der griechisch-türkischen Grenze ebnet, und stellen fest, dass es derzeit absolut keinen Grund dafür gibt.

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