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Weltweit gibt es 50 Millionen Opfer moderner Sklaverei

Am 2. Dezember feierte die Welt den Internationalen Tag für die Abschaffung der Sklaverei. Die UN schätzt, dass heute 50 Millionen Menschen Opfer moderner Sklaverei sind.

Davon sind mehr als 50 % Zwangsarbeiter, ein Achtel (3,3 Millionen) sind ausgebeutete Kinder. Mehr als die Hälfte von ihnen werden für kommerzielle Zwecke sexuell ausgebeutet.

Allein in den letzten 5 Jahren ist die Zahl der Opfer moderner Sklaverei um ein Viertel gestiegen. Migranten sind dreimal häufiger in Zwangsarbeit verwickelt. Mehr als die Hälfte der Fälle von Zwangsarbeit treten in Ländern mit mittlerem Einkommen auf.

Zwangsheirat ist eine der Formen der modernen Sklaverei – 22 Millionen Opfer. In der Regel werden solche Ehen auf Druck der Angehörigen geschlossen. In der Hochrisikogruppe, Mädchen unter 15 Jahren, finden 25 % solcher Ehen in wohlhabenden Ländern statt.

Die Vereinten Nationen haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Sklaverei in all ihren Erscheinungsformen bis 2030 zu beenden. Ausweitung und Stärkung des Sozialschutzes, rechtliche Unterstützung – die wichtigsten, laut Experten der Internationalen Arbeitsorganisation, Maßnahmen, die wesentliche Fortschritte bei der Abschaffung der modernen Sklaverei bringen werden. Auf dem Weg zu diesem Ziel stehen jedoch zahlreiche Hindernisse im Weg – eine Pandemie, bewaffnete Konflikte, zunehmende Armut.



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