António Guterres forderte Moskau und Kiew auf, humanitäre Korridore zu schaffen

UN-Generalsekretär António Guterres forderte Moskau und Kiew auf, in Abstimmung mit den Vereinten Nationen zusammenzuarbeiten, um die Öffnung humanitärer Korridore in der Ukraine zu ermöglichen, während im Land Krieg tobt.

„Ich habe die Einrichtung einer Kontaktgruppe vorgeschlagen, die aus Russland, der Ukraine und der UNO besteht, um die Möglichkeit der Öffnung humanitärer Korridore zu prüfen“, sagte Guterres nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. „Wir brauchen dringend solche Korridore für die Evakuierung von Zivilisten, die wirklich sicher und effizient sind“, sagte er.

Guterres wies ausdrücklich auf die Besorgnis über das Schicksal der Zivilisten hin, die in der von der russischen Armee belagerten Azovstal-Anlage in Mariupol eingeschlossen sind. Die Vereinten Nationen seien „bereit, ihre personellen und logistischen Ressourcen vollständig zu mobilisieren, um bei der Rettung von Menschenleben in Mariupol zu helfen“, sagte er. Er äußerte auch „Besorgnis über wiederholte Berichte über mögliche Kriegsverbrechen“ in der Ukraine und sagte, „eine unabhängige Untersuchung ist erforderlich“.

Sergej Lawrow wiederum beschuldigte die ukrainischen Behörden, in böser Absicht zu verhandeln, und westliche Länder, die Ukraine mit Waffen zu „pumpen“, um sich einen Vorteil auf dem Schlachtfeld zu verschaffen.

„Sollte dies so weitergehen, dürften die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen. Aber wir setzen uns für eine Verhandlungslösung ein“, sagte Lawrow. Am Vortag sagte er, der Inhalt des künftigen Friedensvertrages werde vom Verlauf der Feindseligkeiten abhängen. Lawrow nannte auch die Aussicht auf einen Atomkrieg real und stellte gleichzeitig fest, dass ein solcher Krieg für Russland inakzeptabel sei.

Guterres wird voraussichtlich auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreffen. Von Moskau will der UN-Generalsekretär nach Kiew reisen. Der Reiseverlauf wurde vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kritisiert. Er sagte, dass der Generalsekretär zuerst die Ukraine besuchen und sich die Zerstörung ansehen und dann nach Moskau gehen sollte.



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