Die 3 wichtigsten neuen Wohnbaumaßnahmen und warum "Miete "zum Himmel geflogen"

Die Immobilienpreise sind in vollem Gange und erreichen Haussterblichkeitshöhen und stürzen Tausende von Haushalten in die Verzweiflung, die die Hauptlast der Wohnkosten einfach nicht tragen können, insbesondere in dieser Zeit, in der die Strom- und Heizkosten erschreckend erscheinen.

Das Problem verschärft sich, da das Angebot an Langzeitmietwohnungen aufgrund des Wachstums der Einnahmen aus der Kurzzeitvermietung zurückgeht, deren Trend sich von der Pandemie und den Reisebeschränkungen deutlich erholt hat.

Die Eigentumsquote in Griechenland ist höher als in anderen Ländern, insbesondere in Nordeuropa, aber der Mythos vom „Dach“ über dem Kopf jedes Griechen (Eigentum jedes Einwohners an der eigenen Wohnung des Landes) ist längst zerstreut. Die Zahlen zeigen, dass etwa 25%, bzw etwa 1,2 Millionen Haushalte leben in Mietwohnungen und daher Markttrends unterliegen. Vor allem für junge Menschen wird der Eigenheimbesitz in der Phase der aggressiven Zinserhöhungen noch schwieriger.

Die Maklerzahlen zeigen sogar zweistellige Mietsteigerungen, und das nicht nur in Bereichen, die man als „selektiv“ bezeichnen könnte. Laut dem Index, der das Verhältnis des Nominalwerts von Immobilien zum Mietpreis misst, haben wir die Tiefststände der Jahre 2012-2017 hinter uns gelassen und nähern uns den Höchstständen der Jahre 2007-2008.

Problematisch sind auch die jüngsten Daten zu den Einnahmen aus der Kurzzeitvermietung. Für eine Dreizimmerwohnung in der Nähe von Syntagma liegt der Preis pro Tag bei 150 Euro, was bedeutet, dass bei einer durchschnittlichen Belegung von 10-15 Tagen im Monat der „Umsatz“ des Eigentümers zwischen 1500 und 2250 Euro liegt! Ein-Zimmer-Wohnung in Exarchia kostet 85 Euro pro TagBei entsprechender Belegung fallen also 850 bis 1275 Euro aus. Wie einfach ist es für die betroffenen Eigentümer, auf solche Einkünfte zu verzichten und ihre Immobilie langfristig zu vermieten?

Laut den von BNBnews zusammengestellten AirDNA-Daten verzeichnete Europa im Sommer eine neue starke Nachfrage und durchschnittliche Tagessätze für Kurzzeitmieten. Die Übernachtungen im Juni-August-Quartal stiegen in dieser sehr herausfordernden Zeit hoher Preise und Unsicherheit im Vergleich zu 2019 um 3,5 % und im Vergleich zu 2021 um fast 36 %.

Während des stärksten Urlaubsmonats seit Beginn der Aufzeichnungen, August, stiegen die kurzfristigen Mieteinnahmen in Europa im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,7 % und im Vergleich zu 2021 um 30,1 %. Dies wurde durch den anhaltenden Anstieg des ADR (durchschnittlicher Tagespreis) unterstützt, der in diesem Monat um 1,2 % höher war als im Jahr 2021 und um 16,5 % höher als im Jahr 2019.

Von den vielen Wohnungspolitiken, die von den zuständigen Ministerien angekündigt wurden, stechen drei als „dringend“ hervor:

  1. Bereitstellung von Hypothekendarlehen bis 150.000 Euro für die ersten Häuser (Immobilien bis 120 qm mit einem Baujahr bis 2007). Das Programmbudget beträgt 500 Millionen Euro und umfasst 10.000 junge Menschen unter 39 Jahren mit Einkommenskriterien. Das Darlehen ist komplett zinsfrei (bei 3 Kindern oder kinderreichen Familien). Das Programm startet im ersten Quartal 2023.
  2. Programm „Κάλυψη“. Nutzung von mehr als 1.000 bezahlbaren privaten Immobilien, die der Staat saniert und dann an sozial schwache Gruppen, vor allem große Einelternfamilien mit drei Kindern (zu sehr niedrigen Mieten) übergibt.
  3. Europäische Förderung von 200 Millionen Euro sich dem Programm bereits bestehender leerstehender Privathäuser anzuschließen. Massive Renovierung und energetische Modernisierung von 4.000 lange leerstehenden Immobilien. Diese Objekte werden 10.000 jungen Menschen und Paaren im Alter von 25 bis 39 Jahren nach sozialen Kriterien für 5 Jahre oder länger zu günstigen Mieten zur Verfügung stehen. Von dieser Maßnahme profitieren sowohl die jungen Menschen, die darin untergebracht werden, als auch die Immobilienbesitzer, die ein garantiertes Einkommen sowie die Modernisierung ihrer Immobilie bieten.



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